Deutscher Nachhaltigkeitspreis verliehen

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Das Verbundprojekt 'bioelektrochemische Brennstoffzelle' wurde Anfang Dezember in Düsseldorf mit dem ersten Platz beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis in der Rubrik Forschung ausgezeichnet.

Die Auszeichnung, die seit zehn Jahren gemeinsam mit der Bundesregierung vergeben wird, ist die größte ihrer Art in Europa. Allein der Blick auf die aktuellen Ehrenpreisträger macht die Dimension deutlich: Ihre Majestät, die Königin der Belgier, die schottische Sängerin Annie Lennox, die britische Verhaltensforscherin Jane Goodall und der Musiker Marius Müller-Westernhagen wurden für Nachhaltigkeitsleistungen geehrt.

Beim Siegerprojekt geht es um den nachhaltigen Umgang mit Abwasser. Mittels einer speziellen Brennstoffzelle ist es gelungen, aus dem Abwasser einer Kläranlage direkt Strom zu gewinnen und dabei gleichzeitig Abwasser zu reinigen. Neben Eisenhuth sind die TU Clausthal, das Cutec Institut Clausthal (Gesamt-Projektleiter Professor Sievers) sowie die TU Braunschweig und die TU Karlsruhe vertreten.

Die Vorteile des Projektes für die Abwasserreinigung sind vielfältig: Wartungsarme und verbesserte Abwasserbehandlung, kaum Klärschlamm und Strom und Wasserstoff, etwa für Elektroautos. „Der Preis ist ein grandioser Beweis für die vielfältigen Möglichkeiten, ich bin unendlich stolz auf unser Team“, sagt Thorsten Hickmann, Geschäftsführer von Eisenhuth.

Kernstück der Anlage ist eine bioelektrochemische Brennstoffzelle, die ohne die bisherigen Umwege über den Faulprozess Strom und Wasserstoff erzeugen kann. Gleichzeitig wird das Wasser gereinigt. Kläranlagen gehören bislang zu den größten kommunalen Stromverbrauchern. Nun wird hier eine Trendwende eingeleitet, die aus dem Stromfresser Kläranlage ein kleines Kraftwerk macht. Eine bundesweit einmalige Pilotanlage steht bei einem der Projektpartner, auf dem Gelände der Goslarer Kläranlage der Eurawasser.