Deutsch-chilenische Kooperation

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Text von: redaktion

Die Universitäten Göttingen und Talca unterzeichnen Letter of Agreement zur Promotionsausbildung. Die Universität Göttingen baut ihre Zusammenarbeit mit Chile aus.

Universitätspräsidentin Ulrike Beisiegel und ihr chilenischer Kollege, der Rektor der Universidad de Talca, Álvaro Rojas Marín, haben einen ‚Letter of Agreement‘ zur gemeinsamen Promotionsausbildung unterzeichnet.

Das Doktorandenprogramm ‚Joint PhD Program in Agricultural Economics (JPPAE) wurde in den vergangenen drei Jahren aufgebaut; der Vertrag regelt nun die Prüfungsmodalitäten. Finanziell gefördert wird JPPAE vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD).

„Die Agrarsektoren in Lateinamerika, vor allem in Chile, Brasilien und Argentinien sind sehr dynamische Sektoren, die eine ganze Reihe von interessanten Fragestellungen für agrarökonomische Analysen bieten“, so Sebastian Lakner, Koordinator des Doktorandenprogramms.

Die Themenvielfalt reicht von betriebswirtschaftlichen Fragestellungen wie der Organisation von Handelsketten über Herausforderungen der internationalen Handelspolitik bis hin zu Problemen wie dem Erhalt der Biodiversität unter Bedingungen des Klimawandels.

„Durch den Ausbau unserer Kooperation in Richtung Forschung können wir mit den Kollegen in Talca auf Augenhöhe gemeinsame Projekte beantragen und gemeinsam an Publikationen arbeiten. Das neue Angebot wird den Standort Talca auf lange Sicht wissenschaftlich stärken“, so Stephan von Cramon-Taubadel, Inhaber des Göttinger Lehrstuhls für Agrarpolitik und Sprecher des Doktorandenprogramms.

In der Ausbildung von Masterstudierenden arbeiten die beiden Universitäten schon seit 2002 erfolgreich zusammen: Insgesamt haben bisher 84 Master-Absolventen aus ganz Lateinamerika das gemeinsame Programm ‚International Agribusiness and Rural Development (IARD)‘ absolviert.

Weitere Informationen sind im Internet unter www.jppae.uni-goettingen.de zu finden.