Der Weg zum intelligenten Stromnetz

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Text von: redaktion

Die E.ON Mitte AG geht einen weiteren wichtigen Schritt bei der Umsetzung der Energiewende voran: Am 11. September haben Vorstandsmitglied Thomas Weber und der Leiter des E.ON Mitte Regionalzentrums Nord Armin Schülbe in Klein Schneen den ersten regelbaren Ortsnetztransformator Südniedersachsens symbolisch in Betrieb genommen.

Dabei waren Bürgermeister Andreas Friedrichs, Ortsbürgermeister Hans-Hermann Miest und Karl Arne Borgerud vom norwegischen Hersteller Magtech AS.

Der regelbare Ortsnetztransformator läuft bereits seit mehreren Wochen erfolgreich im Testbetrieb – ein positives Signal auf dem Weg in die Zukunft hin zu einem intelligenten Stromnetz.

Die Besonderheit des regelbaren Ortsnetztransformators liegt darin, dass er sich stufenlos und automatisch den schwankenden Netzverhältnissen anpasst, die sich aus der fluktuierenden Einspeisung Erneuerbarer Energien ergeben.

Dadurch kann im Niederspannungsnetz mehr als die doppelte Leistung an Photovoltaikanlagen als bisher angeschlossen und der konventionelle Netzausbau mittels neuer Kabel deutlich reduziert werden.

Zum Einsatz kommt ein neuartiger Ortsnetztransformator der norwegischen Firma Magtech AS, der in einem gemeinsamen Forschungsprojekt zusammen mit E.ON Mitte entwickelt wurde.

Dieses Pilotgerät hat eine Leistung von 100 Kilovoltampere (kVA) und versorgt ein Netz mit Einspeiseleistungen aus Photovoltaikanlagen von derzeit insgesamt 78 Kilowatt (kW).

Auch an Standorten in Hessen und Ost-Westfalen werden weitere Netzregler und regelbare Ortsnetztransformatoren verschiedener Technologien im E.ON Mitte-Netz bereits erfolgreich erprobt.

Der regionale Energieversorger treibt damit den Netzausbau hin zu einem intelligenten Netz, dem sogenannten smart grid, zügig voran.

Friedlands Bürgermeister Andreas Friedrichs begrüßt das Pilotprojekt: „Wir freuen uns über die neue Technologie in unserer Kommune. Auch künftig können damit geplante Anlagen ihren Beitrag zur Ressourcenschonung und zum nachhaltigen Klimaschutz in unserer Kommune leisten.“

Flexible und moderne Methode der Netzverstärkung

„Der Einsatz eines Netzreglers ist eine flexible und moderne Methode der Netzverstärkung“, erläutert Vorstandsmitglied Thomas Weber. „Er erspart notwendige Tiefbaumaßnahmen und gewährleistet optimal den Anschluss weitere Erzeugungsanlagen aus Erneuerbaren Energien.“

Um die Aufnahmekapazität der Verteilernetze weiter zu steigern, entwickelt E.ON Mitte ein flächendeckendes intelligentes Stromnetz und setzt in Partnerschaft mit den Kommunen bereits heute zukunftsweisende Technologien zur Umsetzung der Energiewende in der Region ein.

Die Energiewende hat im regionalen Stromnetz von E.ON Mitte kräftig Fahrt aufgenommen.

Thomas Weber verwies darauf, dass Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien (EEG-Anlagen) überwiegend im ländlichen Raum angeschlossen werden – und damit vor allem an das regionale Stromnetz der E.ON Mitte.

Allein in diesem Jahr investiert E.ON Mitte rund 75 Millionen Euro in die eigenen Energieversorgungsnetze. Fünf bis sieben Millionen Euro davon entfallen 2012 voraussichtlich auf die Netzverstärkungen zur Einbindung von EEG-Anlagen.

Bereits Anfang des Jahres nahm der E.ON Mitte Leiter des Regionalzentrums Nord Armin Schülbe zusammen mit Landrat Bernd Reuter in Stadt und Landkreis Göttingen die 4000. EEG-Anlage ans Netz.