Der ruhige Reisende

© Alciro Theodoro da Silva
Text von: Sebastian Günther, redaktion

Crossgate-Vorstand Uwe Neben und der Jaguar XJ – eine stimmige Formation

„Ein Auto für Nichtraser“, stellt Uwe Neben fest, während er den neuen Jaguar XJ mit guten 180 km/h über die freie Autobahn 7 Richtung Kassel steuert.

Was der Vorstand und Technische Leiter der Crossgate AG meint, lässt sich erst mit geschlossenen Augen richtig spüren. Fast schwerelos gleitet die Drei-Liter-Dieselvariante über den Asphalt. Weder laute Motor noch andere Nebengeräusche lassen die tatsächliche Geschwindigkeit erahnen. Das Gefühl erinnert an den wohlig warmen Lieblingssessel im heimischen Wohnzimmer.

„Genau diese Gemütlichkeit des Jaguar gefällt mir“, sagt Neben. „Es ist ein sehr kultiviertes Fahren, das nichts mit Hektik zu tun hat.“ Entspanntes Reisen sei ihm wichtig, da er häufig auf langen Strecken unleben terwegs sei. Regelmäßig pendelt Neben zwischen dem Standort Rosdorf und der Crossgate-Zentrale in München. Auf den Zug verlässt er sich nur ungern. „Da nehme ich lieber das Auto, als eine Übernachtung zu riskieren.“

Zeit ist Geld. Schließlich muss sich Crossgate in einem der rasantesten Märkte, der Softwareentwicklung, behaupten. Hier hat sich das expandierende Unternehmen mit Software zur vollelektronischen Partnerkommunikation auf B2BEbene durchgesetzt. „Unser großer Vorteil gegenüber dem Wettbewerb ist, dass die Kunden ihr angestammtes System behalten können, während wir die passende Konvertierung liefern.“

Zu ihren Kunden zählt die Crossgate AG sowohl kleine und mittelständische Unternehmen als auch Global Player. Neben den „Inhouse“-Lösungen bietet Crossgate als Dienstleister das größte B2B-Netzwerk Europas. An die Plattform – das „Crossgate Business-Ready Network“ – sind rund 40.000 Unternehmen angeschlossen. „Mit unseren Produkten helfen wir den Kunden, Prozesse zu optimieren und wertvolle Zeit zu sparen.“

Zeit spart Neben auch beim Autofahren gern ein.

Bei seinem fahrbaren Untersatz vertraut er seit zehn Jahren auf britische Wertarbeit. Überzeugt hat den 52-Jährigen schon bei seinem ersten Jaguar die umfangreiche Grundausstattung. „Während bei anderen Marken viele Extras auch extra kosten, ist bei einem Jaguar schon fast alles serienmäßig an Bord.“

Beim XJ freut sich Neben vor allem über die komfortable Freisprecheinrichtung. „Ich muss in meinem Job 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr erreichbar sein – auch im Auto.“ Dies sei bei Jaguar hervorragend gelöst, so dass Telefonieren problemlos möglich sei. Zudem hebt Neben den Bordcomputer für Musik und Navigation hervor, der sich via Touchscreen bedienen lässt. Damit steuert der Fahrer auch die Zwei-Zonen-Klimaautomatik und sieht im Display das Bild der Rückfahrkamera.

Das Highlight im Innenraum bildet allerdings das virtuelle Armaturenbrett. Hier werden nicht nur die Informationen des Bordcomputers wie Verbrauch, Benzinstand oder Reichweite angezeigt. Auf dem Bildschirm leuchten auch der Geschwindigkeitsanzeiger sowie der Drehzahlmesser auf.

Hier begeistern Neben vor allem kleine Details. „Die Zahlen der Geschwindigkeitsanzeige hellen sich rund um die virtuelle Tachonadel auf. Das hilft enorm bei der Orientierung.“ Gleiches gilt für einen kleinen Pfeil, der immer die aktuell eingestellte Geschwindigkeit des Tempomats anzeigt.

Hier haben die Designer viel Liebe zum Detail bewiesen.

Dies zieht sich durch den kompletten Innenraum, der optisch an alte amerikanische Straßenkreuzer erinnert. „Der XJ ist innen besonders geräumig“, bemerkt Neben etwas überrascht. Denn von außen wirkt er kaum größer als der kleine Bruder XF. Trotzdem hebt sich der neue Jaguar ab – vor allem im Außendesign.

So sorgt der bullige Kühlergrill für ein aggressiveres Aussehen. Und auch am Heck wurde gearbeitet. „Dies ist zwar sehr schön, aber für mich noch etwas gewöhnungsbedürftig“, verrät Neben. Völlig ohne Tadel bleibt die Leistung des Testwagens. „Mit 275 PS ist das Auto sehr gut ausgerüstet“, lautet das Fazit nach der 45-minütigen Testfahrt über Autobahnen und Landstraßen.

„Mehr Leistung ist nicht nötig. Einen Jaguar fährt man sowieso nicht auf der letzten Rille.“ Dies sei das Naturell des Jaguarfahrers, wie die Rundfahrt mit dem ruhigen Uwe Neben eindrucksvoll bestätigt. Er und der Jaguar passen einfach zusammen. Ob Uwe Neben allerdings bald selbst einen XJ fährt, ließ er vorerst offen.

Mit freundlicher Unterstützung von Glinicke Automobile, Kassel