Der agile Familiensportler

© Alciro Theodoro da Silva
Text von: Sebastian König, redaktion

unifilm-Geschäftsführer Karsten Leffers testet den neuen Audi A7 Sportback.

Karsten Leffers, Geschäftsführer von unifilm, verliert nicht viel Zeit. Nach kurzer Begrüßung macht er sich sogleich am neuen Audi A7 Sportback zu schaffen. Flink öffnet er den Kofferraum und klappt mit wenigen Handgriffen die Rücksitze um.

„Da ist mehr Platz drin, als man meint“, stellt er fest, während er das Ergebnis seiner Umbaumaßnahme begutachtet. Tatsächlich bietet der A7 ein Gepäckraumvolumen von 1.390 Litern und damit nur 270 Liter weniger als der Audi A6 Avant. „Kaum zu glauben, dass das ein Coupé ist“, staunt Leffers mit Blick auf den Platz im Fonds. Obwohl er mit 2,04 Meter den Fahrersitz ganz nach hinten fahren muss, können in dem Viersitzer auch hinten noch zwei Personen sitzen.

Nur für die Füße wird es eng. Inzwischen hat sich Leffers bis ins Cockpit vorgearbeitet und sitzt auf dem Fahrersitz. „In diesem Auto kann sogar ich bequem sitzen“, sagt er, während er den Innenraum inspiziert. „Das Raumangebot ähnelt einem A6 und die Anmutung einem A8.“ Vor allem die stimmige Form des Armaturenbretts begeistert den Tester. Den Innenraum mit einer Mischung aus Leder, Holzapplikationen und Kunststoffelementen empfindet er einfach als „superschön“. Nachdem Leffers den Startknopf entdeckt und betätigt hat, fährt aus dem Armaturenbrett zunächst ein 6,5-Zoll großes Farbdisplay heraus. „Das finde ich großartig, denn für mich gilt: je größer, desto besser.“

Anschließend kann die Testfahrt beginnen. An der ersten roten Ampel kommt der A7 aber schnell wieder zum Stehen und geht einfach aus. Nach einem kurzen Moment der Unsicherheit erkennt Leffers: „Sehr schön, Start-Stop hat er also auch.“ Denn Sparsamkeit sei für ihn ein wichtiges Kriterium. „Ich mag zwar große Motoren, aber einen Acht-Zylinder würde ich nie kaufen.“

Da die Rotphase noch andauert, sucht er nach der aus seinem Q7 bekannten „Car“-Taste. Damit lässt sich das Fahrwerk individuell einstellen. Das Menü zeigt die Optionen lift, automatic, dynamic und comfort an. Leffers entscheidet sich für die Automatik. Eine gute Wahl, wie die anschließende Fahrt auf der Autobahn zeigt. Denn Leffers hat nicht übertrieben, als er sagte: „Da wo es erlaubt ist, fahre ich gerne schnell.“ Das Fahrwerk hat damit keine Probleme und findet in Sekundenbruchteilen die ideale Einstellung für Geschwindigkeiten jenseits der 200 km/h. Der A7 liegt tief auf dem Asphalt und bleibt so fest in der Spur. „Das Fahrgefühl ist unschlagbar und nur mit einem quattro möglich.“

Als der Tacho die 240 km/h kratzt, spricht Leffers seelenruhig von der Wichtigkeit guter Bremsen. Der Beifahrer ist überrascht, als der Test derselben auf dem Fuße folgt. Leffers „wirft den Anker“ und ist begeistert: „Das ist unglaublich, die Bremsen sind so gut, dass ich sogar die Hände vom Lenkrad nehmen könnte.“ Aus Sicherheitsgründen belässt er sie aber am Steuer. In Sachen Sicherheit kann der A7 mit optionalen Assistenzsystemen punkten. So bietet Audi unter anderem einen Bremsassistenten, der im Stop&Go nicht nur das Anhalten, sondern auch das Anfahren übernehmen kann. Das Highlight stellt allerdings der Nachtsichtassistent dar. Dabei erscheint im Display zwischen Drehzahlmesser und Tacho das Bild einer Wärmekamera. Diese erfasst alle Wärmequellen vor dem Fahrzeug und stellt sie in leuchtendem Weiß dar. Personen erhalten zusätzlich eine gelbe Markierung, die auf Rot wechselt, wenn das System eine Gefährdung der Person erkennt. „Das hätte ich gern in meinem Q7“, sagt Leffers, fügt aber hinzu: „Man muss sich allerdings auf diese Techniken einlassen.“

Sich insgesamt auf den A7 einzulassen, wäre für Leffers kein Problem. „Den A7 zu fahren macht einfach Spaß.“ Sofort würde er sich den neuen Audi aber nicht leisten. „Momentan ist der Q7 mein Favorit, da die dritte Rücksitzbank einfach genial ist“, sagt er. Diese benötigt er für „seine zwei Jungs“ und deren Freunde. Auf lange Sicht will er den A7 aber im Auge behalten. Denn für ihn ist das Coupé auf Grund der Fahreigenschaften und des Raumangebots ein perfekter Familiensportwagen.

 

Audi A7 Sportback:
Modell 3.0 TDI quattro
Motor 3,0 Liter V6 Diesel
Hubraum 2.967 cm³
Höchstgeschwindigkeit 250 km/h (abgeriegelt)
Von 0 auf 100 6,5 Sekunden
durchschn. Verbrauch 6,0 Liter
Preis ab 58.100 Euro

Karsten Leffers:
Baujahr 1958
Höhe 2,04 Meter
Familienstand verheiratet, zwei Söhne
Erstes Auto VW Käfer 1303S
Aktuelles Auto Audi Q7