Den Teller füllen

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Text von: redaktion

Das Private Banking der Sparkasse Göttingen arbeitet überregional erfolgreich und wächst weiter. Der Kundenkreis kommt auch aus Hamburg, Berlin und sogar aus Übersee.

Stellen Sie sich vor, Sie schicken uns mit einem leeren Teller zum Buffet, und wir bringen Ihnen genau das mit, worauf Sie Appetit haben!“ – Für Matthias Leonhardt (Foto), Financial Consultant beim Private Banking der Sparkasse Göttingen, ist dies das Hauptanliegen. Das scheint der jungen Sparte zu gelingen. Das Göttinger Private Banking gehört zu den erfolgreichsten innerhalb der Sparkassen-Organisation.

Den vermögenden Kunden verspricht der erfahrene Banker eine Rundumversorgung, mit der alle Lebensbereiche abgedeckt werden. „Das zweitwichtigste nach der Gesundheit ist das Vermögen“, ergänzt Kundenbetreuer Frank Hasselmann, „nur wird da leider sehr wenig drüber gesprochen.“ Das ist beim Private Banking anders. Die Kunden bekommen in den Beratungsgesprächen die volle Aufmerksamkeit von jeweils zwei Betreuern. „Weil vier Augen und Ohren einfach mehr aufnehmen als zwei“, sagt Hasselmann.

Nach den ersten Sondierungsgesprächen erfolgt das Angebot an den Kunden. Der kann aus einer breiten Produktpalette auswählen: Geldanlagen, Immobilien, Finanzierungen oder unter Hinzuziehung externer Spezialisten Erbverträge und Testamente. „In letzter Zeit kommen auch vermehrt Leute, die ihr Geld in Stiftungen einbringen“, beschreibt Leonhardt ein weiteres Geschäftsfeld.

Dieses breite Angebot überzeugt – nicht nur regional. Der Kundenkreis kommt auch aus Hamburg, Berlin und sogar aus Übersee. Ein Argument für das globale Klientel, sein Vermögen hier verwalten zu lassen, sind die Kooperationen der Göttinger Private Banker mit renommierten Unternehmen wie der Berenberg Bank oder dem Schweizer Bankhaus Lombard Odier Darier Hentsch.

Kompetente Beratung in historischem Ambiente

Die Gespräche und Analysen finden entweder bei dem Kunden zu Hause oder in den Ende vorigen Jahres bezogenen Geschäftsräumen im Michaelishaus statt. „Es war uns wichtig, ein gutes Ambiente zu garantieren, verkehrsgünstig zu liegen und eine kurze Distanz zur Geschäftsleitung zu haben“, erklärt Leonhardt die Gründe für denEinzug in das historische Haus in der Prinzenstraße. „Wir bieten hier eine Symbiose aus einem historischen Haus und dem modernen Bankwesen“, erklärt Hasselmann begeistert. Das moderne Bankwesen besteht für ihn in erster Linie aus kompetenter Beratung. Denn nur so sei eine hohe Kundenzufriedenheit garantiert.

Ein gewisses Vermögen ist jedoch nötig, um in den Genuss dieser gebührenfreien Beratung in den historischen Räumen zu kommen. „Die Kunden sollten über liquide Mittel von mindestens einer mittleren sechsstelligen Summe verfügen“, erklärt Leonhardt. Nur so sei ein umfassendes Investmentpaket zu schnüren. Kundenpotenzial, da sind sich beide Banker einig, gebe es in der Region genug – schließlich besteche die Sparkasse durch ihr Angebot vor Ort, während viele Konkurrenten Private Banking nur in weit entfernten Städten anbieten.

Diese personalintensive Einzelbetreuung erfordert allerdings einen enorm hohen Zeitaufwand und verlangt von den Private Bankern bei ihren Tagesgeschäften und Transaktionen, ständig die Kundenprofile vor Augen zu haben. „Wenige Kunden mit einem hohen Investitionsvolumen garantieren eine Tiefe, die bei vielen kleinenSummen nicht möglich ist“, fasst Hasselmann das Konzept zusammen. Da der Kundenstamm in den vergangenen Jahren stetig gewachsen ist, wuchs das Team seit der Gründung im Jahr 2002 von drei auf sieben Mitarbeiter. Es umfasst mittlerweile vier Berater, eine Assistentin und zwei Sekretärinnen.

„Das ganze Projekt läuft ohne Werbung – wir setzen auf Mundpropaganda“, erklärt Matthias Leonhardt. „Diesen Erfolg hätte ich beim Start der Abteilung nie erwartet, und wir sind schon wieder auf der Suche nach Verstärkung.“ Der neue Private Banker sollte über eine gute, fundierte und ganzheitliche Ausbildung im Bankensektor verfügen sowie Erfahrung und vor allem Persönlichkeit mitbringen. Wenn diese Anforderungen erfüllt sind, kann an der Festigung der Marktposition weiter gearbeitet werden und noch so mancher Teller gut gefüllt vom Buffet mitgebracht werden.

Text: STEFAN LIEBIG

Foto: ALCIRO THEODORO DA SILVA