Das Herz im Takt

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Text von: redaktion

An der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) hat sich die neuartige Herzklappenbehandlung mittels Katheter am schlagenden Herzen etabliert. Bereits 260 Mal wurde sie erfolgreich durchgeführt.

Kalkablagerungen in der Aortenklappe, so genannte Stenosen, oder eine undichte Mitralklappe beeinträchtigen die Leistung des Herzens.

Bisher wurden Patienten mit einer fehlerhaften Herzklappe unter Einsatz der Herz-Lungen-Maschine am offenen, stillgelegten Herzen operiert.

Seit zwei Jahren führt das Herzzentrum der UMG Operationen an Herzklappen mit einer neuen minimal-invasiven, katheter-basierten Methode und am schlagenden Herzen durch.

Vor allem älteren Menschen und Patienten mit Begleiterkrankungen kommt die schonende Behandlungsmethode zugute, sie hätten sonst ein erhöhtes Operationsrisiko.

„Durch intensive Voruntersuchungen und Beratung in einem interdisziplinären Team bestimmen wir für jeden unserer Patienten das optimale, leitliniengerechte Behandlungsverfahren“, sagt Wolfgang Schillinger, leitender Oberarzt der Abteilung Kardiologie und Pneumologie.

„Nach dem Eingriff kontrollieren wir den Zustand unserer Patienten regelmäßig. Wir freuen uns, dass es unseren Patienten auch ein Jahr nach dem Eingriff gut geht und bei keinem schwerwiegende Komplikationen wie Schlaganfall oder Herzinfarkt aufgetreten sind“, ergänzt Ralf Seipelt, leitender Oberarzt der Abteilung Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie.

Ein Vergleich der Behandlungsergebnisse mit Auswertungen anderer Herz-Zentren weltweit zeigt, dass Patienten mit Herzklappenfehlern, die im Herzzentrum der UMG mit Kathetereingriff behandelt wurden, bessere Ergebnisse aufweisen.