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Text von: redaktion

“Tue Gutes und rede darüber“ - Corporate Social Responsibility (CSR) als Erfolgsfaktor für den Mittelstand.

Kleine und mittelständische Unternehmen engagieren sich traditionell sehr stark für ihr gesellschaftliches Umfeld.Vielen erscheint daher die aktuelle Debatte um „verantwortungsbewusste Unternehmensführung“ mit den Zungenbrechern„Corporate Social Responsibility“(CSR) oder „Corporate Citizenship“(CC) als eine unnötige Diskussion über alten Wein in neuen Schläuchen. Wer sich aber darauf einlässt, entdeckt schnell,welche attraktiven Chancen sie auch für„kleinere“ Unternehmen eröffnen, den eigenen Wert zu steigern und an Renommee bei Kunden und Mitarbeitern zugewinnen.

Ein wesentlicher Unterschied zwischen herkömmlichem Engagement und einer CSR-Strategie liegt in der Auswahl der Projekte und in der systematischen Kommunikationspolitik.Derzeit lassen sichUnternehmer und Selbständige meist von Zufällen oder ihren persönlichen Interessen leiten – und schweigen darüber, wen sie wie unterstützen oder welchen Herausforderungen sie sich innerhalb ihres Unternehmens stellen. CSR- oder CC-Projekte werden dagegen strategisch geplant und bringen gesellschaftliches Engagement mit den Geschäftszielen in Einklang. Zusätzlich werden sie aktiv in die Unternehmenskommunikation und Öffentlichkeitsarbeit eingebunden.

Ausgangspunkt für das Engagement ist immer der eigene Betrieb, seine Ziele, Werte und Ressourcen. Anschließend wird das Umfeld beleuchtet: Wer sind die relevanten Anspruchsgruppen und was die wichtigsten Zukunftsthemen? Erst wenn diese Fragen beantwortet sind, werden Entscheidungen über Handlungsfelder getroffen; neben Engagement in Gemeinwesen können dies auch firmeninterne Projekte sein, etwa Stärkung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Chancengleichheit für Migranten oder

Maßnahmen, die sicherstellen, dass in der gesamten Zuliefererkette Sozialstandards und das Verbot von Kinderarbeit eingehalten werden.

Gerade im Handlungsfeld Gesellschaft werden die Unterschiede zwischen gängiger Förderpraxis und Unterstützung im Rahmen einer CSR-Strategie sehr deutlich. CSR-strategisches Vorgehen heißt hier, seine Ressourcen auf einen oder wenige Partner zu konzentrieren und mit ihnen eine lebendige Kooperation aufzubauen. Richtschnur für die Partnerwahl ist, dass eigene Produkte bzw. Dienstleistungen, Unternehmensziele und Wertewelt mit denen des Förderprojekts optimal zusammenpassen. Ein anderer Ansatzpunkt ist die Sicherung der Zukunftsfähigkeit; etwa wenn es darum geht, geeignete Auszubildende und Mitarbeiter zu finden oder die notwendige Infrastruktur zu erhalten. Wichtig ist auch, Wert auf Projekte zu legen, bei denen nicht nur Geldspenden oder Sponsoring gefragt sind, sondern echte Kooperationen und Austausch möglich sind, beispielsweise durch Zeitspenden, Wissenstransfer oder Unterstützung mit Logistik.

Regional verankerte Unternehmer fahren oft am besten, wenn sie Organisationen „vor der Haustür“ unterstützen, von denen Kunden und Mitarbeiter unmittelbar profitieren. Für den optimalen Erfolg einer CSR-Partnerschaft für beide Seiten ist wichtig, das Interesse der Öffentlichkeit zu gewinnen und wach zu halten. Informationen über das Engagement sollten daher sowohl in die interne als auch in die externe Unternehmenskommunikation eingebunden werden. Auch bei CSR gilt der bewährte Grundsatz: „Tue Gutes und rede darüber.“

Foto: STOCK XCHNG