Container-Autobahnkirche an A 38 ausgelobt

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Text von: redaktion

In der Nähe des neuen Dreiecks Drammetal soll die erste Autobahnkirche Niedersachsens entstehen. Für das Vorhaben wurde bereits ein Architektenwettbewerb ausgelobt. Eine Vorgabe ist, dass das Gebäude aus Containern hergestellt oder an deren Proportionalität, Form und Struktur angelehnt wird.

In Niedersachsen soll es bald eine Autobahnkirche geben. Unter dem Motto ‘Rast für Leib und Seele‘ laden deutschlandweit fast 30 Autobahnkirchen zu Entspannung, Besinnung und Andacht ein. In Friedland, nahe dem Autobahndreieck Drammetal, soll eine weitere hinzukommen. „Mitten im Mobilitätsstress und in der Alltagshektik können Sinne und Seele Ruhe tanken“, so Dr. Burghard Krause, Landessuperintendent für den Sprengel Göttingen der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover.

Für das Vorhaben wurde bereits ein Architektenwettbewerb ausgelobt, an dem sich acht Büros aus Hannover, Darmstadt, Hamburg, Berlin, Bovenden und Göttingen beteiligen. Bis Ende September 2006 müssen sie tragfähige Entwürfe und Gesamtkonzeptionen nach den Vorgaben und Anregungen der Ausloberin IG LAGE – der Interessengemeinschaft Logistics Area Göttingen Europe – entwickeln. Das Gebäude soll aus Containern hergestellt oder an deren Proportionalität, Form und Struktur angelehnt werden. Dazu Andreas Friedrichs, Bürgermeister der Gemeinde Friedland: „Container repräsentieren die Logistikbranche, die Vielzahl der Spediteure und anderer gewerblicher Nutzer im Autobahnverkehr.” Das Preisgericht entscheidet am 6. Oktober 2006.

Den nächsten Impuls im Logistikbündnis für Südniedersachsen wird die Friedrich Zufall GmbH & Co. KG leisten. Über Landkreis-, Landes- und Bundesgrenzen hinweg transportiert das Unternehmen den Siegerentwurf aus dem Architektenwettbewerb als Wahrzeichen der neuen Logistikregion bis ins Baltikum und nach Süditalien. „Ab Herbst nehmen wir die Ansicht unserer neuen Autobahnkirche als LAGE-Botschaft mit in die Welt. Wie? Wir lassen sie auf einige LKW-Planen drucken”, kündigte Jürgen Wolpert, Geschäftsführer der Friedrich Zufall GmbH & Co. KG, an. Die Finanzierung von Planungs- und Bauarbeiten für den Kirchenneubau soll vorrangig über Spenden und anteilig über Einnahmen aus Grundstücksveräußerungen für Ansiedlungen im interkommunalen Gewerbegebiet Friedland/Rosdorf gesichert werden. Die Trägerschaft wird durch einen Verein gewährleistet, dem einzelne Kirchengemeinden, Kommunen, Personen und Unternehmen beitreten können.

Foto oben: Die Mitglieder der IG LAGE bei der Auslobung des Architektenwettbewerbs: Klaus Hoffmann, Geschäftsführer der GWG Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung Göttingen mbH; Jürgen Wolpert, Geschäftsführer der Friedrich Zufall GmbH & Co. KG; Harald Grahovac, Bürgermeister der Gemeinde Rosdorf; Andreas Friedrichs, Bürgermeister der Gemeinde Friedland und Erster Sprecher der IG LAGE; Heidrun Bäcker, Bürgermeisterin des Fleckens Bovenden, und Dr. Burghard Krause, Landessuperintendent für den Sprengel Göttingen der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover (v.l.n.r.).