Computer für junge Patienten

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Text von: Redaktion

Im Rahmen der Initiative „Computer helfen heilen und leben“ hat Siemens dem Deutschen Zentrum für Multiple Sklerose im Kindes- und Jugendalter, einem bundesweit einmaligen Projekt der Universitätsmedizin Göttingen, Hard- und Software für die Arbeit mit jungen Patienten gespendet.

Im Beisein des Niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff (Foto, 3. von rechts), Schirmherr des Deutschen Zentrums, wurde am heutigen Mittwoch in Hannover ein Spendengutschein im Werte von drei kompletten Rechnersystemen überreicht.

Die Siemens-Initiative mit dem Titel „Computer helfen heilen und leben“ entwickelt seit 1983 behindertengerechte Hard- und Software. Etwa 200 Rechnersysteme werden pro Jahr gespendet. „Eines der Ziele ist es, Menschen mit Behinderungen und Erkrankungen einen gleichberechtigten Zugang zur Welt der Informationstechnologien zu verschaffen“, so Hubert Ovenhausen (2. von rechts), Leiter der Siemens-Region Deutschland-Mitte, der den Spendengutschein gemeinsam mit Jörg-Peter Stefanowsky (rechts), Leiter der Siemens-Initiative, überreichte.

Auch die Rechnersysteme für das Deutsche Zentrum für Multiple Sklerose im Kindes- und Jugendalter sollen den jungen Patienten in Göttingen direkt zu Gute kommen: „Mit den neuen Rechnern werden vor allem unsere stationär behandelten Patienten, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, jederzeit ins Internet gehen können. Dabei wollen wir den Kindern und Jugendlichen zeigen, welche Informationen zur kindlichen MS im Netz verfügbar sind, zum Beispiel zur Berufsfindung oder zur Kontaktaufnahme mit anderen Betroffenen“, erklärt Jutta Gärtner (3. von links), Direktorin der Abteilung Pädiatrie II mit Schwerpunkt Neuropädiatrie an der Uni-klinik.

Das Deutsche MS-Zentrum für Kinder und Jugendliche wurde von Jutta Gärtner und Wolfgang Brück (2. von links), Direktor der Abteilung Neuropathologie, im Sommer 2007 ins Leben gerufen und befindet sich noch im Aufbau. Die Universitätsmedizin Göttingen sei seit langem deutschlandweite Anlaufstelle für junge MS-Patienten. Das neue Zentrum will die Aktivitäten zur Ursachenforschung kindlicher MS bundesweit bündeln, um noch bessere Forschungsergebnisse und Hilfsmöglichkeiten für erkrankte Kinder erzielen zu können. Außerdem werden Therapien, Beratung und Weiterbildung angeboten. „Kinder und Jugendliche leiden besonders unter schweren Krankheiten und benötigen unsere Hilfe“, betonte Ministerpräsident Christian Wulff, der aus diesem Grund die Schirmherrschaft übernommen habe. Über die Siemens-Spende freute sich auch Cornelius Frömmel, Dekan der Medizinischen Fakultät und Sprecher des Vorstands Bereich Humanmedizin der Universität Göttingen (links).