China und die Wirtschaft

Text von: redaktion

Hochrangige Wirtschaftspolitiker und Diplomaten aus Deutschland und China erläutern die aktuelle Wirtschaftslage in China. Die Experten aus Wirtschaft und Politik diskutieren zum Abschluss der China-Woche am Freitag, 9. Juli 2010, an der Universität Göttingen.

Welche Erfahrungen haben deutsche Wirtschaftsunternehmen in China gesammelt? Was für Chancen und Perspektiven bieten sich deutschen Firmen, die ihr Geschäft auf den chinesischen Markt ausweiten wollen?

Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des Thementages „China und die Wirtschaft“ am 9. Juli 2010. In Vorträgen und Diskussionen berichten Führungskräfte namhafter deutscher Wirtschaftsunternehmen von ihrem Engagement in China.

Der Thementag bildet einen Höhepunkt und den Abschluss der China-Woche der Hochschule, die vom 6. bis 9. Juli über Studium, Forschung, Wirtschaft und Kultur in China informiert.

Auf der Podiumsdiskussion zu „Lage und Perspektiven der deutsch-chinesischen Wirtschaftszusammenarbeit“ sprechen Vertreter global agierender Wirtschaftsunternehmen aus Südniedersachsen und ganz Deutschland.

Mit dem ehemaligen chinesischen Botschafter in Deutschland Ma Canrong diskutieren der Finanzvorstand der Volkswagen Group China und Vorstand der Deutschen Handelskammer in China, Jörg Mull, der Präsident des deutsch-chinesischen Joint Ventures BASF-YPC, Bernd Blumenberg, der Senior Fondsmanager der Deka Investmentbank, Trudbert Merkel, das Vorstandsmitglied der KWS Saat AG, Hagen Duenbostel und der Inhaber der THIMM-Gruppe, Klaus Thimm. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates der Osnabrücker Sievert AG, Hans-Wolf Sievert, moderiert die Diskussion.

Die Führungskräfte von Volkswagen, BASF und der Deka Investmentbank skizzieren außerdem unter dem Titel „Die deutsche Wirtschaft in China““ ihre Erfahrungen auf dem chinesischen Markt. Darüber hinaus spricht der frühere Botschafter Ma Canrong über „Die chinesischen Wirtschaftsbeziehungen zu Deutschland“. Die Staatssekretäre des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie, Ernst Burgbacher, und des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Oliver Liersch, halten Vorträge zum Thema „Deutschland, Niedersachsen und China“.

Niedersachsen hat die Bedeutung Chinas frühzeitig erkannt

Die erste Partnerschaft eines deutschen Bundeslandes mit einer chinesischen Provinz wurde 1984 zwischen Niedersachsen und der Provinz Anhui besiegelt.

Heute ist China mit einem Handelsvolumen von rund 4,9 Milliarden Euro (2008) der mit Abstand wichtigste Handelspartner Niedersachsens in Asien und somit eine der Schwerpunktregionen der niedersächsischen Außenwirtschaftspolitik.

Mit Unterstützung der regionalen Wirtschaft ist auch die erste Stiftungsprofessur für Ostasienwissenschaften an der Universität Göttingen eingerichtet worden. Diese bildete eine Initialförderung für den Aufbau des interdisziplinären Centre for Modern East Asian Studies (CeMEAS), das am ersten Tag der China-Woche eröffnet wird.

Das chinesische Erziehungsministerium fördert darüber hinaus zwei weitere China-Professuren, von denen eine auf Chinesisch als Fremdsprache ausgerichtet ist. Die zweite Professur beschäftigt sich mit der Gesellschaft und Wirtschaft des modernen China aus sozialwissenschaftlicher Perspektive. Sie soll in Forschung und Lehre einen wichtigen Beitrag leisten zu einem differenzierteren Verständnis der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen in China. Darüber hinaus soll sie dazu beitragen, die Vernetzung der Universität Göttingen mit der chinesischen Wirtschaft weiter auszubauen.