Chemie-Preis für Erforschung molekularer Schalter

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Text von: redaktion

Lars Schäfer vom Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen wird mit dem FIZ-CHEMIE-Preis 2007 ausgezeichnet. Die Gesellschaft Deutscher Chemiker ehrt den Nachwuchswissenschaftler damit für seine Arbeiten über die komplexe Interaktion von Licht mit biologischen

Während seiner Dissertation in der Abteilung „Theoretische und computergestützte Biophysik“ von Helmut Grubmüller klärte Schäfer gleich drei verschiedene lichtgetriebene Prozesse auf, die eine biologische oder nanotechnologische Anwendung haben.

So fand der Nachwuchswissenschaftler den Mechanismus heraus, wie ein fluoreszierendes Protein über Licht an- und wieder ausgeschaltet wird. Ein solch molekularer Lichtschalter wird unter anderem in der hochauflösenden optischen Mikroskopie eingesetzt und in der Krebsforschung angewendet. Auch entdeckte Schäfer, welche Eigenschaften die Photostabilität unserer Erbsubstanz – der DNA – bewirken. Diese Photostabilität verhindert beispielsweise, dass bei starker Sonneneinstrahlung DNA-Schäden und als Folge Krebs entstehen. Ein Verständnis der zugrundeliegenden Eigenschaften der Erbsubstanz ist auch der Schlüssel zu einem Einsatz von DNA im Bereich molekularer Elektronik. Darüber hinaus untersuchte der Forscher die Eigenschaften einer Molekülkette (Polymer), die sich durch Licht in ihrer Länge verändern lässt. Seine Erkenntnisse nutzte Schäfer, um die elastischen Eigenschaften des Polymers zu optimieren. Licht-schaltbare Polymere könnten zukünftig als opto-mechanische Energiewandler in der Nanotechnologie eingesetzt werden. Zur Aufklärung all dieser Prozesse verwendete Schäfer modernste Berechnungsmethoden in Computersimulationen.

Der Preis ist auf 500 Euro dotiert.