Chapeau vor China!

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Wer heutzutage international erfolgreich sein will, muss über neue Standorte nachdenken. Nils Englund, geschäftsführender Gesellschafter von Piller, über das Engagement in Shanghai

Herr Englund, was sind die Gründe für Ihr Engagement in Fernost?

Der Maschinenbau stagniert auf unserem Heimatmarkt. In Moringen sind unsere Möglichkeiten begrenzt, um dem entgegenzuwirken. Wir möchten das Wirtschaftswachstum in China nutzen und uns so noch breiter und zukunftsträchtiger aufstellen.

Warum ist das von hier aus nicht möglich?

Die Entfernung verursacht zu lange Lieferzeiten und Transportkosten. Durch die Produktion vor Ort entfallen Zölle. Schnelle Reaktionen auf dem Markt sind nur mit einer effektiven Präsenz zu erzielen.

Was sind für Sie die Hauptunterschiede zwischen Deutschland und China?

Ich kann nur sagen: Chapeau vor China! Dort passiert alles sehr viel schneller als in Deutschland. Auch wenn unser Vertrieb anfangs noch skeptisch war – es zeigt sich, dass wir in Taicang, das übrigens ein Industriegebiet mit 200 deutschen Firmen im Großraum Shanghai ist, beste Möglichkeiten vorfinden: Die nötigen Fachkräfte garantieren die Qualität, um das ,Piller-Look-and-Feel‘ umzusetzen.

Worauf muss ein Unternehmen achten, bevor es diesen Schritt wagt?

Wir sind bereits seit 2011 vertrieblich in China tätig. Das ist für den After-Sales Bereich eine enorme Erleichterung. Kontakte vor Ort sind das A und O. Und man darf nicht vergessen: Ein Wachstum in Fernost sichert auch die Arbeitsplätze in Südniedersachsen, denn wir können in Zukunft nicht alles hier produzieren. 

Vielen Dank für das Gespräch.