Chancen nutzen

© Alciro Theodoro da Silva
Text von: redaktion

Südniedersachsen ist bestimmt nicht das Zentrum der Weltwirtschaft - aber eine spannende Vielfalt hat unsere Region allemal zu bieten. Neben einigen grossen Unternehmen wie Sartorius, Mahr, Otto-Bock, KWS SAAT oder Symrise existieren nämlich unzählige mittelgrosse und kleine Unternehmen.

Die häufig in Familienbesitz befindlichen Betriebe sichern die Grundversorgung mit den Dingen des täglichen Bedarfs, sorgen für Erfindungsreichtum und vor allem für Arbeitsplätze. Nur wenn die Menschen in der Region ihr Geld verdienen, können sie hier auch leben, das Geld wieder ausgeben und so den Wirtschaftskreislauf in Gang halten. Diese abwechslungsreiche Mischung macht auch den Start in die Karriere sehr interessant: Jährlich erhalten Unternehmer bei mehreren Ideenwettbewerben – den sogenannten Innovationspreisen – Auszeichnungen für ihre besonderen Ideen. Das reicht von den ausgefeiltesten Computerlösungen für die Technik von Autorückspiegeln über verbesserte Dienstleistungen in der Seniorenpflege bis zu Reinigungsmaschinen für Rinderklauen. Mit dem Motto ‚aus Altbewährtem Neues entwickeln‘ erarbeitet sich unsere Heimat eine immer bessere Position in der sich schnell wandelnden Wirtschaftswelt. In einer Region zwischen Forschung, Hightech und Handwerk findet sicher jeder ‚seine Firma‘, um die eigenen Kenntnisse und Fähigkeiten einbringen zu können.

Während die Grosskonzerne landauf, landab Arbeitsplätze ins Ausland verlagern, übernehmen unsere oft inhabergeführten Mittelständler Verantwortung: Sie bilden junge Menschen aus, schaffen und erhalten Arbeitsplätze für qualifizierte Fachkräfte und sorgen so für eine sichere Zukunft für viele Tausend Menschen.

Die Unternehmen im Süden Niedersachsens sind Motoren des Fortschritts. Die Produkte, die in der Region hergestellt werden, sind zum großen Teil innovativ und über die Region hinaus erfolgreich. Besonders in den Branchen Medizin-, Bio-, Laser- und Messtechnik sowie Informationstechnologien ist die Region Göttingen für die Zukunft gut aufgestellt. Die hier ansässigen Unternehmen sind international bekannt, und es gibt unzählige spannende Berufe zu erlernen. Die Aufstiegschancen sind hervorragend. Auf gut ausgebildete Fachkräfte der größeren, weltweit agierenden Unternehmen warten Reisen in die Auslandsvertretungen – immer häufiger können sogar schon Auszubildende an solchen Reisen oder Fortbildungen teilnehmen. Abwechslung ist garantiert.

Wer sich eher der Forschung widmen möchte, hat geradezu freie Auswahl. In der Region befinden sich nicht nur die Universität Göttingen und zahlreiche Max-Planck-Institute sowie seit Neuestem auch ein Fraunhofer- Anwendungszentrum, sondern auch viele außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kultur (HAWK) und die Private Fachhochschule (PFH). Auch diese bieten unterschiedliche, nicht an ein Studium gebundene Ausbildungen oder auch die Möglichkeit, im Dualen Studium (mehr dazu ab Seite 55) beides miteinander zu verbinden.

Den eher handwerklich orientierten Jobsuchenden öffnet sich ein mindestens genauso grosses Feld der Möglichkeiten. Von den herkömmlichen Traditionsberufen wie Bäcker oder Tischler bis hin zum modernen Kfz-Mechatroniker, den vielen wichtigen Pflegeberufen oder auch weniger bekannten Ausbildungsberufen – überall suchen kompetente und jahrelang erfolgreiche sowie neue und aufstrebende Arbeitgeber nach motivierten Fachkräften und Auszubildenden. Viele dieser Betriebe existieren seit mehreren Generationen und bieten jetzt oder in einigen Jahren engagierten Mitarbeitern, die das Unternehmen einmal weiterführen können und möchten, interessante Perspektiven. Ein wichtiger Aspekt, der bei der Auswahl des eigenen Arbeitsplatzes durchaus schon berücksichtigt werden sollte. Darüber hinaus suchen auch die großen Arbeitgeber der Region wie etwa die Universität, das Universitätsklinikum oder die Stadt- und Landkreisverwaltungen immer wieder Arbeitnehmer für verschiedene Berufsfelder. Dabei handelt es sich keineswegs ,nur‘ um die sehr unterschiedlichen Verwaltungstätigkeiten und kaufmännischen Berufe, denn auch hier werden vielfältige Tätigkeiten in Werkstätten, der Fuhrparkbetreuung oder in der Öffentlichkeitsarbeit geboten.

Die Region ist also gut aufgestellt – aber nur, wenn die entsprechenden Fachkräfte vor Ort ausgebildet werden, hierher kommen und hier bleiben. Denn dann profitiert Südniedersachsen von der zentralen Lage in der Mitte von Deutschland und Europa und der günstigen Anbindung an alle Verkehrswege. Nur mit einer gesunden Wirtschaft bleibt Göttingen mit seiner herrlichen Umgebung das, was es für seine Einwohner und Besucher seit jeher ist: eine Region mit weltoffenen Menschen, einer abwechslungsreichen Landschaftund einer Kombination von Fortschritt, Wissenschaft und Kultur, die ihresgleichen sucht und gut für die Zukunft gerüstet ist.