Chancen mit China nutzen

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Unter dem Motto 'Chancen mit China nutzen' haben die Stadt Göttingen und die GWG Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung Göttingen mbH in Kooperation mit der Georg-August-Universität Göttingen, am Abend des 11. September 2018 im Aulagebäude am Wilhelmsplatz eine Informationsveranstaltung zur Chinesisch-Deutschen Industriestädteallianz (ISA) durchgeführt. Insgesamt nahmen 35 Vertreter von Göttinger Unternehmen und Forschungseinrichtungen an der Veranstaltung teil.

Zum Einstieg in den Abend haben der Oberbürgermeister der Stadt Göttingen, Rolf-Georg Köhler, sowie die Vizepräsidentin für Internationales der Georg-August-Universität Göttingen, Hiltraud Casper-Hehne, unter anderem die Beweggründe zum Eintritt in die ISA, die damit zusammenhängenden Ziele für die Stadt Göttingen und bestehende erfolgreiche Kooperationen der Stadt und Universität mit chinesischen Partnern dargestellt und erläutert.

Als weitere hochrangige Referenten waren Oda Scheibelhuber, Staatssekretärin a.D. und Partnerin der PKS Kommunikations- und Strategieberatung, Daniel Eckmann, Head of Market Entry & Business Development der Außenhandelskammer in Shanghai, sowie Stephan Ferneding, Geschäftsführer von Accurion und Gründer sowie Vorstandsvorsitzender des Göttinger Un-ternehmensverbandes Measurement Valley, geladen. Im ersten Vortrag des Abends stellte Oda Scheibelhuber die PKS sowie die Chinesisch-Deutsche Industriestädteallianz in ihrer Entstehung und Zielsetzung vor. „Primäres Ziel der Allianz ist die direkte und effiziente Verknüpfung der aktuell 17 deutschen und 19 chinesischen Partnerstädte, mit ihren Unternehmen, Bildungs- und Forschungseinrichtungen und insgesamt etwa 85 Millionen Einwohnern“, so Scheibelhuber.

Im Fokus der Allianz steht ein einzigartiger Zugang nach China, insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen. Die Kontaktaufnahme soll dazu primär über das ‚ISA-Portal‘ erfolgen, eine Internet-Plattform, die durchgängig zweisprachig und nach dem ‚Suche und Biete-Prinzip‘ funktioniert. Ausschließlich für Mitgliedstädte bietet das ‚ISA Portal‘ die Möglichkeit, eigene Unternehmensprofile, konkrete Nachfragen und Angebote oder grundsätzliche Kooperationsbereitschaften kostenfrei zu präsentieren. Die Daten der Teilnehmer sind dabei auf einem deutschen Server geschützt und Unternehmen bestimmen selbst, wann und welche Informationen sie bereitstellen.

Daniel Eckmann fasste Chancen und Möglichkeiten für deutsche Firmen im Rahmen seines Vortrags ‚Quo vadis, digitales China?‘ zusammen. Dabei betonte er neben dem hohen Digitalisierungsgrad der Volksrepublik China, den man beispielsweise an der Nutzung bargeldloser Zahlungsmethoden oder innovativer Geschäftsmodelle im Bereich der Mobilität ausmachen kann, die vielfältigen Möglichkeiten für deutsche Unternehmen auf dem chinesischen Markt. „Die größten Chancen liegen hierbei vor allem in den Bereichen Mobilität, Konsumgüter, Umweltschutz und Gesundheitswirtschaft“, hielt Eckmann fest.

Zum Schluss berichtete der Unternehmer Stephan Ferneding in einem lockeren Interviewformat mit dem Moderator Jan Fragel über seine eigenen Erfahrungen im internationalen Geschäft mit China. Ferneding sprach dabei auch über Herausforderungen in den Bereichen Kultur, Personalkosten und Mieten, sowie über die nicht immer reibungslos funktionierende Zusammenarbeit. „Regelmäßige Besuche vor Ort werden unabdingbar, wenn man den Umsatz auf einem konstantem Niveau halten möchte“, betonte der Geschäftsführer. Initiativen wie die ISA, die zu stärkerer internationaler Kooperation beitragen begrüßt er grundsätzlich, nicht zuletzt wegen der großen Relevanz des internationalen Handels für das eigene Unternehmen.

Die Organisatoren Ekaterina Ershova (Stadt Göttingen) und Nicola Fehr (Wirtschaftsförderung der Stadt Göttingen) fassten zum Abschluss den Abend in wenigen Worten zusammen: „Ob und inwieweit Kooperationen mit China eingegangen werden, ist natürlich eine individuelle und unternehmerische Entscheidung. Die können und wollen wir niemanden abnehmen. Fakt ist, dass die ISA exklusive Möglichkeiten zum Marktzugang nach China bietet und die Türen weit offen stehen, sodass jeder der Interesse hat herzlich eingeladen ist uns zu kontaktieren und die Chancen mit China zu nutzen“.

Im Anschluss gab es die Gelegenheit zum Austausch bei einem gemeinsamen Imbiss.