Casper-Hehne erhält Ehrenprofessur in China

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Text von: redaktion

Die chinesische Hochschule in Peking würdigt mit dieser hochrangigen Auszeichnung die Verdienste der Germanistin und Vizepräsidentin der Universität Göttingen um die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und China.

Die Urkunde übergab Yang Xueyi, Leiter des Universitätsrates der BFSU und oberster Repräsentant der Beijing Foreign Studies University, in einer feierlichen Zeremonie.

In der Laudatio würdigte Wenjian Jia, Leiter der Germanistikabteilung der BFSU, die herausragenden Verdienste von Casper-Hehne um die Intensivierung der deutsch-chinesischen Zusammenarbeit und der Kooperation zwischen der BFSU und der Universität Göttingen.

Er verwies dabei auch auf den Aufbau des innovativen deutsch-chinesischen Master-Studiengangs „Interkulturelle Germanistik Deutschland – China“ mit Doppeldiplom, „in dem deutsche und chinesische Lehrende Hand in Hand und deutsche und chinesische Studierende Schulter an Schulter den Lehr- und Lernprozess gemeinsam prägen und interaktiv gestalten.“

In ihrer Dankesrede sagte Casper-Hehne: „Die Beijing Foreign Studies University habe ich als eine Partnerhochschule Göttingens kennen gelernt, in der in Forschung und Lehre auf hohe Qualität gesetzt wird und in der Studierende exzellent ausgebildet werden. Zudem ist sie unter den chinesischen Hochschulen die Nummer eins im Bereich der Fremdsprachenausbildung.“

Als Ehrenprofessorin will sie die Kooperation der beiden Hochschulen weiterentwickeln und zur weiteren Intensivierung der deutsch-chinesischen Beziehungen beitragen.

„Die wissenschaftliche Zusammenarbeit mit China wird zunehmend wichtiger. Deshalb werde ich mich für den erfolgreichen Aufbau des Zentrums für Moderne Ostasienwissenschaften in Göttingen sowie die Intensivierung der deutsch-chinesischen Kontakte in den Fakultäten unserer Universität engagieren. Weitere Ziele umfassen die Einrichtung eines Studiengangs ,Chinesisch als Fremdsprache‘ in Göttingen und damit verbunden die Anerkennung von Chinesisch als Fremdsprache als Unterrichtsfach in Niedersachsen“, so Casper-Hehne.

Hiltraud Casper-Hehne arbeitet seit über 25 Jahren eng mit Hochschulen in China zusammen. Von 1986 bis 1988 lehrte sie als Dozentin für Germanistik an einer Hochschule in Shanghai. Seitdem engagiert sie sich in verschiedenen Kooperationsprojekten mit der Volksrepublik China.

Im Jahr 2004 wurde die Germanistin als Professorin an die Universität Göttingen berufen und zur Chinabeauftragten ernannt. Seit April 2009 ist sie als Vizepräsidentin der Universität Göttingen unter anderem zuständig für den Ausbau der Zusammenarbeit mit der Volksrepublik China im Rahmen der Internationalisierungsstrategie der Georg-August-Universität sowie für den Aufbau des Zentrums für Moderne Ostasienwissenschaften in Göttingen.

Derzeit bereitet sie eine Chinawoche der Universität Göttingen im Juli 2010 vor, an der hochrangige chinesische und deutsche Vertreter aus Wissenschaft und Wirtschaft teilnehmen werden.