“Bunsen-Kolloquium“ ist Michael Buback gewidmet

Text von: redaktion

Rund 80 Wissenschaftler aus aller Welt sind am 8. und 9. April zu Gast am Institut für Physikalische Chemie der Uni Göttingen. Sie nehmen dort an der Tagung “Bunsen Kolloquium 2010“ teil.

Im Mittelpunkt steht die Kinetik radikalischer Polymerisation. Dies ist ein zentraler Vorgang bei der Entstehung von Makromolekülen, die zum Beispiel in Lacken und Anstrichen verwendet werden und aus denen viele Verpackungen und Folien bestehen. Seit wenigen Jahren können Wissenschaftler die Entstehungsprozesse deutlich besser kontrollieren und somit Materialien mit spezifischen Eigenschaften entwickeln.

Die Tagung ist dem Göttinger Chemiker Michael Buback zu Ehren seines 65. Geburtstags gewidmet. Er gilt als einer der führenden Experten auf diesem Forschungsgebiet. Der Sohn des 1977 ermordeten Generalbundesanwaltes, Siegfried Buback, habilitierte im Jahr 1978 an der Technischen Hochschule Karlsruhe im Bereich der Physikalischen Chemie. Bereits seit dem Jahr 1981 ist er Professor am Göttinger Institut für Physikalische Chemie.

Seine Forschungsarbeiten brachten wesentliche Fortschritte auf dem Gebiet der Polymerchemie, speziell zum Verständnis der radikalischen Polymerisation. Seine Leistungen wurden mit diversen Auszeichnungen, darunter der Bunsen-Denkmünze, gewürdigt.

Die Teilnehmer des Bunsen Kolloquiums diskutieren über neue Erkenntnisse auf dem Gebiet der physikalischchemischen Mechanismen der Polymerisation, die für Anwendung und Materialdesign entscheidend sind.