Bürgermeister Becker zu Besuch in Brüssel

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Text von: redaktion

Anfang April ist der Osteroder Bürgermeister Klaus Becker mit Stadtbaurat Thomas Christiansen und dem Leiter der Kontaktstelle Wirtschaft, Karl-Heinz Löwe, mit Gesprächspartnern auf EU-Ebene in Brüssel zusammengekommen, um u.a. konkrete Projekte zu erörtern.

Bei dem eineinhalbtägigen Gesprächsmarathon wurden eine Reihe wichtige und für die Stadt förderliche Kontakte geknüpft. Becker stellte vor Ort die Herausforderungen, denen sich die Stadt, aber auch die Region Südniedersachsen gegenüber sieht, dar.

Kernthemen waren der Umgang mit der demografischen Entwicklung, die Konversion der Rommel-Kaserne, Umnutzung von Industriebrachen, aber auch die Verschlechterung der Verkehrsanbindung auf der Schiene und andere wichtige Punkte.

Die Gesprächspartner in Brüssel, u. a. der Deutschland-Beauftragte der EU-Kommission Christopher Todd, waren nicht nur sehr interessiert an Informationen aus erster Hand, sie konnten zu mehreren Themen konkrete Unterstützung anbieten.

So sagte Godelieve Quisthoudt-Rowohl, die für Südniedersachsen im EU-Parlament sitzt, zu, bei aktuellen Aufgabenstellungen ihre Kontakte auch innerhalb Niedersachsens im Sinne der Stadt einzusetzen. Aus dem Austausch werden sich schon sehr kurzfristig konkrete weitere Schritte ergeben.

Für Bürgermeister Becker ist klar, dass direkte Kontakte eine wichtige Ergänzung zu der hervorragenden Zusammenarbeit mit den zuständigen Stellen auf Kreis- und Landesebene, z. B. den Ministerien und der Niedersächsischen Investitions- und Förderbank (NBank) darstellen.

„Nur wenn wir uns unmittelbar miteinander austauschen, können die Herausforderungen im Detail dargestellt und Lösungen gesucht werden“, so Becker. Schließlich würden etwa 70 Prozent der deutschen Gesetzgebung inzwischen von europäischen Regelungen beeinflusst.

Vermittelt hatte die Gesprächstermine Andreas Schneider, gebürtiger Osteroder und im Europäischen Parlament als politischer Berater im Ausschuss für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung tätig.

Abgeschlossen wurde der Besuch mit einem Gespräch in der Geschäftsstelle des Europäischen Netzwerks für ländliche Entwicklung (ENRD). Hierbei ging es noch einmal um zielgerichtete Fördermöglichkeiten für den ländlichen Bereich, die besonders in Osterode am Harz genutzt werden können.