Bosnisches Mädchen erfolgreich am Herzen operiert

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Text von: Redaktion

Spendenaktion und Universitätsmedizin Göttingen machen Operation möglich.

Die dreijährige Gordana Stankovic wurde mit einem schweren Herzfehler in Bosnien geboren: Beide Schlagadern kamen aus der rechten Herzkammer, zudem bestand ein großer Herzscheidewanddefekt. Eine der Adern musste an die linke Kammer angeschlossen werden. Außerdem musste ein Loch im Herzen geschlossen werden. In Belgrad wurde Gordana voroperiert, um eine Schädigung der Lungengefäße durch Überflutung zu verhindern. Der Gesundheitszustand des Mädchens besserte sich aber nicht.

Mitte Februar kam Gordana Stankovic nach Deutschland. Der komplizierte herzchirurgische Eingriff wurde am 19. Februar 2007 in der Universitätsmedizin Göttingen unter der Leitung von Prof. Dr. Wolfgang Ruschewski, Schwerpunktprofessor für Kinderherzchirurgie in der Abteilung Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie durchgeführt. Die Operation wurde mit Spendenmitteln finanziert. Die Dortmunderin Ljubinka Draganic, die aus dem gleichen Ort stammt wie das Mädchen, hat einen Teil des benötigten Geldes in Eigeninitiative beschaffen können.

Das Deutsche Rote Kreuz organisierte den Transport von Gordana nach Göttingen auf eigene Kosten. Prof. Dr. Thomas Paul, Direktor der Abteilung Pädiatrie III mit Schwerpunkt Pädiatrische Kardiologie und Intensivmedizin der Universitätsmedizin Göttingen, hat in der Universitätsmedizin Göttingen ein Freibett vermittelt, so dass die Operation jetzt erfolgreich durchgeführt werden konnte. Die restlichen Kosten trägt die Universitätsmedizin Göttingen.