BOB-Fahren in der Gruppe

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Text von: redaktion

Das Netzwerk „business on bikes“ bietet Motorrad fahrenden Entscheidern die Möglichkeit, gemeinsam ihrer Passion nachzugehen.

Egal, welchen Entscheider man fragt, was für ihn das Besondere am Motorradfahren ausmache, fast in jedem Fall ist die Antwort dabei, dass das Gruppenerlebnis ein entscheidender faktor sei. Auch Daniel Gerlach, Michael Röttcher, Frank Engelhardt und einige andere fanden sich deshalb vor fünf Jahren spontan zu einer Gruppe zusammen, die aus Spaß am gemeinsamen Fahren entstanden ist. Keiner von ihnen dachte daran, dass sich daraus eine gewisse Regelmäßigkeit ergeben könnte, geschweige denn eine organisierte Gemeinschaft. Doch schnell setzte das ein, was Daniel Gerlach schmunzelnd als das „Göttinger Phänomen“ bezeichnet: „Nach kurzer Zeit wurden wir von einigen Leuten auf unsere Treffen angesprochen und gefragt, ob die Möglichkeit bestünde mitfahren zu können“, so der blackbit-Geschäftsführer.

Gerlach und seine Mitstreiter haben daraufhin festgestellt, dass in der Region ein großes Vakuum für ein Netzwerk bestanden habe, das sich nicht in erster Linie über wirtschaftliche Interessen definiere, sondern über eine gemeinsame Leidenschaft.

Um diese Lücke zu füllen, initiierten sie daher vor zwei Jahren das Netzwerk„Business on Bikes“, kurz BOB, und laden seitdem jährlich über 100 Entscheider zu ihren drei Veranstaltungen ein. Dazu zählen eine Tagestour in der Region, eine ein bis zweitägige Fahrt in der Eifel oder dem Thüringer Wald und ein Motorradurlaub im Sommer. Dabei fahren die Teilnehmer in Gruppen zu je acht Personen, die sich nach der gewünschten Fahrgeschwindigkeit zusammensetzen.

Bei den Ausfahrten in der Region schließt sich am Ende der Tour immer noch eine gemeinsame Abschlussveranstaltung an, bei der dann Leidenschaft und Geschäft miteinander verknüpft werden können und der Netzwerkgedanke hochgehalten wird. „Viele unserer Teilnehmer konnten während eines Treffens fruchtende Geschäftskontakte knüpfen oder sogar neue Kunden gewinnen“, erklärt Gerlach. Dabei hat BOB gegenüber einigen anderen Netzwerken den Vorteil, dass trotz eines festen Stamms eine hohe Fluktuation herrscht, wodurch immer wieder neue Kontakte entstehen.

Die durchweg positiven Rückmeldungen, die die Organisatoren erhalten, seien aber nicht nur auf diesen geschäftlichen Aspekt zurückzuführen, ist sich Gerlach sicher. Er sieht den Erfolg des Netzwerkes vor allem in der lockeren Atmosphäre und dem bewusst offen gehaltenen Charakter von BOB begründet. „Wir sind kein Verein mit Statuten und Mitgliedsbeiträgen, und wollen das auch bewusst nicht sein“, sagt der 41-Jährige. Ganz öffentlich sei BOB daher aber auch nicht. Eine Teilnahme an den Veranstaltungen ist nur auf Einladung möglich.