Blick in die Zukunft

© Alciro Theodoro da Silva
Text von: Sebastian Günther

Südniedersachsen 2030 – faktor schaut in die Glaskugel und zeigt Chancen, Herausforderungen und Visionen für die Region – und für die Welt. Dabei im Fokus: wie wir Menschen zukünftig leben, wohnen und arbeiten werden.

Sterne deuten, aus der Hand lesen oder in die Kugel schauen – die Zukunft lässt sich auf verschiedene Weisen vorhersagen. Wie viel Wahrheit hinter diesen wenig wissenschaftlichen Methoden steckt, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Doch auch wenn Forscher im Hinblick auf die Zukunft harte Fakten deuten, bleibt immer Raum für Interpretation und Spekulation.

Hier machen die Experten des Netzwerks „futurebizz“ keine Ausnahme. In ihrer Studie „Future Living 2030“, an der auch die Symrise AG aus Holzminden mitgewirkt hat, bieten sie insgesamt fünf Szenarien für die Entwicklung der Welt an.

Als Indikatoren, ob die Menschheit bis zum Jahr 2030 „die Kurve kriegt“, dienen die Bewältigung der Wirtschaftskrise, die Bekämpfung der Klimaveränderungen und die politische Entwicklung.

Je nach Umgang mit den Problemen wird sich die Gesellschaft positiv oder negativ entwickeln.

Während im Best-Case-Szenario nahezu alle Menschen in einer hoch innovativen Gesellschaft Arbeit finden, ausgiebig kommunizieren und in einer ausgewogenen Work-Life-Balance leben, sieht die Welt im Worst-Case-Szenario äußerst düster aus.

Die politischen Systeme und die Weltwirtschaft brechen zusammen. Die Menschen kämpfen nur noch um das eigene Überleben, flüchten aufs Land und kehren zur Selbstversorgung zurück.

Welches der Szenarien tatsächlich eintritt, wird die Welt mit letzter Gewissheit erst in 20 Jahren erfahren. Obwohl Unsicherheiten bei Zukunftsprognosen nie auszuräumen sind, lassen sich doch Fakten und Trends deuten – vor allem im Hinblick auf die wirtschaftliche Entwicklung.

Dabei ist es nicht nur wichtig, heutige Zahlen auf die Zukunft zu projizieren, sondern auch die Stimmungen, Ideen und Visionen der Unternehmen vor Ort aufzunehmen.

Dass Göttingen trotz aller Probleme mit einigen zukunftsträchtigen Unternehmen und Branchen ausgestattet ist, hat die Prognos AG mit einer aktuellen Studie bestätigt.

Im „Zukunftsatlas 2009 Branchen“ haben die Experten die regionale Verteilung von sieben zukunftsträchtigen Wirtschaftszweigen auf die 413 deutschen Kreise und kreisfreien Städte untersucht.

Das Ergebnis ist für Göttingen äußerst positiv ausgefallen.

In drei Branchen platzierte sich die Region im vorderen Feld. Während bei den hochwertigen Unternehmens- und Forschungs-/ Entwicklungsdienstleistungen Platz 36 erreicht wurde, schlägt in der Gesundheitswirtschaft ein sehr guter 20. Platz sowie in der Branche Steuer-, Mess- und Regeltechnik sogar Platz 13 zu Buche.

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