BGH-Urteil zur Diagnostik an menschlichen Embryonen

Text von: redaktion

Über das Urteil vom Bundesgerichtshof zur Diagnostik an menschlichen Embryonen geht es beim nächsten Hospiz-Forum am Mittwoch, 9. Februar 2011, um 20 Uhr im Hospiz an der Lutter. Als Gast spricht Christa Wewetzer, Dipl. Biologin vom Zentrum für Gesundheitsethik in Hannover.

Der Bundesgerichtshof (BGH) sieht in der Auswahl von Embryonen nach genetischer Untersuchung auf schwere Erkrankungen keinen Widerspruch zum Embryonenschutzgesetz.

Fortpflanzungsmediziner und betroffene Paare sehen durch das Urteil die jahrelange Rechtsunsicherheit als beendet an.

Dagegen haben sich vor allem kirchliche Stimmen und Behindertenverbände für ein Verbot dieser Untersuchungen ausgesprochen. Sie befürchten eine Qualitätsprüfung und Selektion menschlichen Lebens.

Es zeichnet sich eine erneute gesellschaftliche Debatte über den Schutz des ungeborenen Lebens – diesmal des im Labor erzeugten Embryos – ab:

Welche ethischen Fragen sind mit der Möglichkeit genetischer Tests am Embryo verbunden? Wie kann dem Schutz menschlichen Lebens und dem Anliegen der betroffenen Paare Rechnung getragen werden? Wie kann eine verantwortliche Entscheidung getroffen werden?

Der Vortrag „Geprüft und für gut befunden“ findet am Mittwoch, 9. Februar 2011, von 20 bis 21.30 Uhr statt im Hospiz an der Lutter im Evangelischen Krankenhaus Göttingen-Weende Haus 3, Erdgeschoss, An der Lutter 26, 37075 Göttingen.

Gäste sind herzlich eingeladen.