Bewerbung per E-Mail

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Text von: Marisa Müller

Bewerbungsmappen sind ein Relikt vergangener Zeiten. Und das hat seine Vorteile. Kosten für Papier, Druckertinte, Mappen und Porto entfallen. Die Wege werden ‚kürzer‘, die Möglichkeiten vielfältiger. Nur eins hat sich nicht geändert: Im Schnitt nehmen sich Unternehmen für die Sichtung einer Bewerbung vier Minuten Zeit – darum sollte der Personaler mit den Unterlagen so wenig Unannehmlichkeiten haben wie möglich. Doch was gilt es dabei zu beachten?

Nicht mehr als drei Dateianhänge: Das Anschreiben kann eine separate Datei sein. Denn das wird oftmals von den Personalverantwortlichen aus gedruckt. Lebenslauf und Zeugnisse sind ebenfalls in einer Datei möglich, sortiert nach Zeit und Relevanz. Arbeitsproben können in einem dritten Anhang untergebracht werden. Eine Komplettdatei ist aber auch gern gesehen.

PDF: Alle Dateianhänge sollten sauber formatiert und/oder gescannt in PDF-Dateien umgewandelt werden. Hierfür eignet sich z. B. der kostenfreie PDF-Creator, mit dem alle Einzelseiten als fortlaufendes Dokument gestaltet werden können. Der Vorteil: Formatierungen wie z. B. Einzüge oder Grafikelemente bleiben unverändert, egal womit Personaler die Anhänge öffnen. Und nicht vergessen, die PDF-Dateien zu benennen: Bewerbung_ Name_Jobbezeichnung der Stelle.

Dateigröße: Bitte nicht mehr als 5 MB insgesamt, denn sonst kann es beim Versenden Probleme geben. Hierfür ggf. auch Bilder verkleinern. Schriftart: Anschreiben und Lebenslauf sollten in der gleichen Schrift verfasst sein. Das wirkt stimmig und signalisiert sofort, dass die beiden Elemente zusammengehören.

Seriöse E-Mail-Adresse: vorname.zuname@provider.de Mausi95@gmx.de & Co. bitte nur für private Zwecke nutzen!

E-Mail-Signatur: Richte dir eine Signatur für deinen E-Mail-Account ein. Komplette und aktuelle Kontaktdaten erleichtern die Kommunikation.

Betreffzeile: Hinweis zum Inhalt angeben, z. B. Bewerbung Traineestelle Duderstadt, Erfolgslabor – Ref.-Nr. 123456.

Zielgerichtet: E-Mail immer mit der korrekten Anrede an den zuständigen Personaler adressieren.

Kurzes Anschreiben: Der Text in der E-Mail sollte nicht 1:1 dem ausführlichen Bewerbungsanschreiben entsprechen. Die Hälfte der Textlänge, also einige Infos zum ‚Anfüttern‘ reichen aus.

Unterschrift einscannen und einfügen: Ist nicht zwangsläufig notwendig, kommt aber gut an. Korrekte

Rechtschreibung: Unbedingt beachten und Tippfehler vermeiden!

Automatische Vorsortierung: Sie findet besonders in großen Unternehmen statt. Hierfür die für den Job relevanten Schlagworte in den Unterlagen nicht vergessen.

Höflichkeitsformel: Generell werden alle Ansprechpartner gesiezt. Sollte das Unternehmen allerdings in der Ausschreibung duzen, ist dies auch für die Bewerbung in Ordnung.

Abwarten: Auch bei einer E-Mail-Bewerbung ist mit rund vier Wochen Reaktionszeit zu rechnen.

Vorteile dürfen genutzt werden: Grafiken, Bilder und Links machen die Bewerbung lebendiger – aber nicht damit übertreiben!