Bessere chirurgische Versorgung

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Text von: redaktion

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert den Aufbau eines Chirurgischen Regionalzentrums für die Region Göttingen. Rund 710.000 Euro erhält die Allgemein- und Viszeralchirurgie der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) für die nächsten drei Jahre.

Mehr Patienten können in der Region Göttingen an qualitätskontrollierten klinischen Studien teilnehmen. In diesen werden modernste operative Behandlungsverfahren, vor allem bei Krebspatienten, überprüft. Die Voraussetzungen dafür schafft das neue „Chirurgische Regionalzentrum Göttingen“.

Mit dem Aufbau und der Leitung eines solchen Zentrums für die Region Göttingen hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Abteilung Allgemein- und Viszeralchirurgie der Universitätsmedizin Göttingen betraut. Das BMBF fördert das mit rund 710.000 Euro für zunächst drei Jahre.

Das „Chirurgische Regionalzentrum Göttingen“ ist Teil des bundesweiten Studiennetzwerkes „CHIR-Net“, einem vom BMBF geförderten Netzwerk chirurgischer Regionalzentren. Deren gemeinsames Ziel es ist, eine patientenorientierte klinische Forschung durchzuführen, in der operative Verfahren und multimodale Therapiekonzepte in klinischen Studien kritisch überprüft werden.

„Unsere Aufgabe besteht darin, eine flächendeckende, professionelle Infrastruktur zu schaffen, damit wir in der Region klinische Studien zu operativen Behandlungsverfahren durchführen können“, sagt Professor Heinz Becker, Sprecher des Regionalzentrums. Zum Konzept gehört die Einbindung und enge Vernetzung regionaler Krankenhäuser aller Versorgungsstufen.

„Wir sorgen dafür, dass die chirurgischen Behandlungsergebnisse aus den klinischen Studien in der Region auch für andere Menschen weltweit wertvoll sein können“, so Privatdozent Torsten Liersch, Oberarzt in der Abteilung Allgemein- und Viszeralchirurgie und stellvertretender Sprecher des Göttinger Regionalzentrums.

„Die Patienten erhalten die neueste Form der chirurgischen Behandlung und sie können sicher sein, dass die Therapie qualitätskontrolliert durchgeführt wird“, sagt Becker.

Für den Aufbau des „Chirurgischen Regionalzentrums Göttingen“ hat die Abteilung Allgemein- und Viszeralchirurgie ein Team für die Durchführung klinischer Studien zusammengestellt. Dazu gehören Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Studien- und Netzwerkarbeit sowie das CHIR-Net-Team aus Chirurgen, einer Projekt-Koordinatorin (Johanna Kreutzer), einer „Study Nurse“ und einer „Flying Study Nurse“ (Susanne Klie).

Weitere finanzielle Unterstützung, um die regionale chirurgische Versorgung zu verbessern, erfährt das Regionalzentrum durch eine Spende vom Bad Gandersheimer „Herrenabend Harriehausen“ in Höhe von 12.500 Euro.