Berufs- und Lebenswege von Göttinger Wissenschaftlerinnen

Text von: redaktion

Die Universität Göttingen und die wissenschaftliche Karriere von Frauen stehen im Mittelpunkt einer Ausstellung, die unter dem Titel 'Promoviert in Göttingen – Töchter der Alma Mater' ab dem 29. Oktober 2012 in der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB) zu sehen ist.

Vorgestellt werden die Berufs- und Lebenswege von elf Wissenschaftlerinnen, die zwischen 1921 und 1953 an der Universität Göttingen promoviert wurden. Weitere Themen der Ausstellung sind das Frauenstudium in Deutschland sowie Studentinnen und Doktorandinnen an der Universität Göttingen heute.

Die Präsentation beruht auf den überarbeiteten und ergänzten Ergebnissen zweier einsemestriger Forschungspraktika von Studierenden des Pädagogischen Seminars der Universität Göttingen und wurde in Kooperation mit der SUB umgesetzt.

„Ziel der Forschungspraktika war es, die Teilhabe und Förderung von Frauen im Wissenschaftsbetrieb zu untersuchen“, erläutert Inge Hansen-Schaberg, die als Lehrstuhlvertretung am Pädagogischen Seminar die Forschungspraktika leitete.

Aus den Promotionsakten des Universitätsarchivs wählten die Studierenden Wissenschaftlerinnen verschiedener Fakultäten aus und recherchierten zu deren Leben und Werk. „Die Ergebnisse der Studierenden geben exemplarische Einblicke in die Lebens- und Berufswege von Akademikerinnen der ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts, insbesondere vor dem Hintergrund der NS-Zeit. Die Ausstellung möchte die Besucher zu einer weiteren Beschäftigung mit diesem wichtigen Thema anregen“, so Hansen-Schaberg.

Die Ausstellung im Foyer der Zentralbibliothek der SUB kann bis zum 18. November 2012 während der Öffnungszeiten der Bibliothek besucht werden.

Der Eintritt ist frei.

Ausstellungseröffnung ist am Montag, 29. Oktober 2012, um 16.30 Uhr im Großen Seminarraum (erstes Obergeschoss) der Zentralbibliothek der SUB am Platz der Göttinger Sieben. Grußworte sprechen Universitätsvizepräsidentin Hiltraud Casper-Hehne und Hermann Veith vom Pädagogischen Seminar. Die Göttinger Historikerin Cordula Tollmien spricht zum Thema „Auf fremdem Terrain – Erfahrungen früher Studentinnen an deutschen Universitäten“. Anschließend stellt Hansen-Schaberg das bildungshistorische Projekt vor.