Beraten, als wäre es das eigene Unternehmen

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Text von: redaktion

Die Sozietät Euler & Kuhl bietet Wirtschaftsprüfung, Rechts- und Steuerberatung aus einer Hand an.

Ein leidenschaftlicher Unternehmer möchte sich am liebsten ausschließlich um sein Geschäft kümmern. Nur allzu oft kosten ihn zu beachtende Rechtsvorschriften, Steuerfragen und Bilanzangelegenheiten wertvolle Aufmerksamkeit. Gut, wenn er dies vertrauensvoll in andere Hände legen kann. Wirtschaftsprüfung, Rechts- und Steuerberatung bietet die Göttinger Sozietät Euler & Kuhl aus einer Hand an – auch in Südniedersachsen keine Selbstverständlichkeit.

Diese Kombination macht aus zweierlei Gründen Sinn. „Es spart Zeit und Wege, wenn man nicht ein Haus nach dem anderen aufsuchen muss, und es schützt außerdem vor Fehlberatung, wenn jemand den Mandanten ganzheitlich im Blick hat“, erklärt Wolfgang Euler, der selbst Rechtsanwalt, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater ist. Es gibt viele Situationen, in denen diese Kombination von Know-how vorteilhaft sein kann. Ein Beispiel: Als jüngst eine Unternehmerin für ihr Geschäft zusammen mit einem Partner ein weiteres Standbein aufbauen wollte, konnte das Team von Euler & Kuhl ihr schon nach dem zweiten Termin die meiste Vorbereitung abnehmen. Es klärte über Chancen und Risiken der geplanten Geschäftsidee auf, hatte die passende Rechtsform ermittelt, die entsprechenden Kooperationsverträge entworfen und steuerliche Folgen beim Finanzamt abgeklopft.

Das Team von Euler & Kuhl bietet seinen Mandanten das, was im Fachjargon „gestaltende Rechtsberatung“ genannt wird. Anstatt ihre Bücher nur zu „verwalten“, bieten die Experten Know-how darüber hinaus. So prüfen sie „mit offenen Augen“, ob etwa Verträge, die seit Jahren in Schubladen modern, wegen neuer Rechtsprechung modernisiert werden müssen oder ob das unternehmerische Vermögen ausreichend gegen mögliche Haftungsansprüche abgesichert ist. Wolfgang Euler vergleicht das Dienstleistungskonzept der Sozietät mit einem soliden Gebäude: „Ein Haus würde ja auch niemand mit einem Geschoss ohne Fundament und Dach bauen.“

Die Gestaltung von Verträgen, das Erledigen der Buchhaltung und die Erstellung von Jahresabschlüssen stellt quasi die „erdbebensichere“ Basis dar. Bausteine wie die Unternehmensanalyse und eine vorausschauende betriebswirtschaftliche Beratung bilden die Stockwerke darüber, die schützen, falls einem Unternehmer mal eine steife Brise entgegenschlagen sollte. Die wirtschaftliche Prüfung des Unternehmens ist quasi als Penthouse zu sehen. Ist sie geschafft, kann sich der Unternehmer entspannt zurücklehnen.

Eine Firma gänzlich zu verstehen, so dass ein Prüfungsergebnis Bestand hat, erfordert Expertenwissen. Allerdings, Jahresabschluss und deren Prüfung dürfen natürlich nicht gleichzeitig aus einer Hand erfolgen. Hier fordert der Gesetzgeber eine strikte Trennung, erklärt Thomas- Michael Kuhl, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater. Für solch eine Ballung von Kompetenz sind große, überregionale Beratungsgesellschaften bekannt. Dass dieses Prinzip auch im kleineren Maßstab erfolgreich funktioniert, zeigt Euler & Kuhl seit Jahren. Die Sozietät betreut Kunden verschiedener Branchen und Größen vom Friseur bis zum internationalen Konzern, üblicherweise langfristig über mehrere Unternehmensphasen hinweg. „Idealerweise nicht von der Wiege bis zur Bahre, sondern bis zur nächsten Wiege“, sagt schmunzelnd Thomas-Michael Kuhl, der früher bei einem Wirtschaftsprüfungsund Beratungsunternehmen der so genannten „Big Four“ tätig war.

Bei der Beratung, erläutert Kuhl, denke das Team langfristig und stelle sich stets die Frage: Wo möchte der Kunde in 10 oder 15 Jahren stehen? Ist eine Expansion absehbar? Muss schon mal an Nachfolge- und Erbschaftsregelungen gedacht werden? Befindet sich die Altersvorsorge in trockenen Tüchern? „Wir betrachten das Unternehmen so, als wäre es unser eigenes und prüfen Zukunftsoptionen, die der Eigentümer möglicherweise noch nicht bedacht hat. Nur dann ergibt sich, welche Maßnahme die richtige ist“, sagt Ökonom Kuhl, dem die besten Ideen für seine Mandanten eigenen Angaben nach beim Joggen einfallen. Ihm sei eine herzliche Betreuung wichtig, bei der schon mal hintergründiger Humor den „trockenen Zahlenfirlefanz“ auflockere, wie er sagt. Oberstes Gebot sei eine realistische Einschätzung der Situation, um dem Mandanten keine Luftschlösser zu bauen. In diesem Zusammenhang räumt Kuhl mit einem landläufigen Vorurteil auf. Und zwar damit, ein guter Steuerberater müsste im Auftrag des Mandanten dem Fiskus auf Teufel komm‘ raus ein Schnippchen schlagen. Steuern sparen um jeden Preis sei eine schlechte Devise. „Jeder freut sich über eine hohe Rückerstattung vom Finanzamt. Doch fließen zu viele Steuern zurück, spricht das gegen den Steuerberater. Dann hat er nämlich dem Unternehmer eine zu hohe Vorauszahlung errechnet. Das ist Kapital, das dem Unternehmer das ganze Jahr über zum Wirtschaften fehlt.“

Dem Team von Euler & Kuhl komme es auf Lösungen an, die dem Mandanten ganzheitlich nützen. „Manche Maßnahme mag auf den ersten Blick steuerlich suboptimal sein. Langfristig kann sie aber vorteilhafter sein.“ Seinen Mandanten zu kennen, ist eine Voraussetzung dafür, ihn und seine Bedürfnisse zu verstehen. Viele Kunden betreut die Sozietät seit Jahren. Sie ist aus der in den fünfziger Jahren entstandenen Kanzlei Dr. jur. Lothar Schmidt hervorgegangen. Wolfgang Euler ist 1974 in die Kanzlei eingetreten und hat sie 1987 übernommen, ehe Thomas-Michael Kuhl 1996 dazu stieß und seit drei Jahren als Partner fungiert. Inzwischen zählt die Kanzlei inklusive der zwei Partner zehn Köpfe. Die Zahl wird sich verdoppeln, wenn Euler & Kuhl, wie geplant, mit einer weiteren Sozietät kooperiert.

Seit den Gründungstagen ist die Subventionsberatung ein Schwerpunkt der Kanzlei. Aufgrund der Wirtschaftsstruktur der Region können hiesige Unternehmen oft öffentliche Förderprogramme nutzen. Euler & Kuhl prüft dann, inwiefern Mandanten davon profitieren können. „Unternehmer auf Wachstumskurs sollten dies wahrnehmen. Es können öfter Ansprüche geltend gemacht werden als viele meinen“, betont Wolfgang Euler.

Handlungsbedarf sehen die Experten derzeit bei vielen regionalen Unternehmen wegen der Offenlegungspflichten. Alle haftungsbeschränkten Kapitalgesellschaften müssen ab dem Geschäftsjahr 2006 ihren Jahresabschluss und in manchen Fällen auch einen Lagebericht im Unternehmensregister hinterlegen – für jedermann zugänglich. Der Wettbewerb liest mit. An einem „gläsernen Unternehmen“ dürften daher die wenigsten interessiert sein. Deshalb sollte nicht mehr als nötig schwarz auf weiß auf dem Papier stehen. „Es ist ratsam, die Angaben zu minimieren“, rät Thomas-Michael Kuhl. Bei Fragen und Problemen fragen Sie ihren Rechtsanwalt, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater.BERTI KOLBOW