Baukulturelles Erbe auf dem Prüfstand

Text von: redaktion

Die Architektenkammer Niedersachsen lädt ein zu einer Podiumsdiskussion mit Wissenschaftsministerin Johanna Wanka anlässlich der Wanderausstellung “Wiedersehen. Architektur in Niedersachsen zwischen Nierentisch und Postmoderne“.

Am Donnerstag, 24. November treffen Vertreter verschiedener Professionen im Alten Rathaus Hannover aufeinander, um über ihre Erfahrungen mit dem baukulturellen Erbe der Sechziger- und Siebzigerjahre zu diskutieren.

Fragen der Wertschätzung stehen dabei ebenso auf dem Programm wie kulturpolitische Aspekte, beispielsweise die Auswirkungen des jüngst novellierten Niedersächsischen Denkmalschutzgesetzes auch auf die Architekturzeugnisse der „noch jungen Bundesrepublik“.

Anlass ist der vorläufige Abschluss der von der Architektenkammer konzipierten und realisierten Wanderausstellung „Wiedersehen. Architektur in Niedersachsen zwischen Nierentisch und Postmoderne“.

Ihre Mitwirkung zugesagt haben die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Johanna Wanka, der Vizepräsident der Architektenkammer Niedersachsen, Gregor Angelis, der Geschäftsführer der Dt. Stiftung Denkmalschutz, Wolfgang Illert, sowie Bernd Hunger vom GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e. V.. Moderiert wird die Veranstaltung vom Berliner Architekturkritiker Wolfgang Kil.

Am Rande der Podiumsdiskussion wird erneut die Ausstellung „Wiedersehen…“ zu sehen sein: Seit Mai 2010 an insgesamt acht Standorten gezeigt, haben die mit Fotografien von Olaf Mahlstedt sowie charakteristischen Objektdaten vorgestellten 35 niedersächsischen Gebäude großes Interesse beim Publikum und in den Medien geweckt.

Das öffentliche Bewusstsein für Gebautes der Sechziger- und Siebzigerjahre bedarf der Sensibilisierung. Vielerorts stehen die zahlreich vorhandenen Gebäude und Anlagen unter starkem Veränderungsdruck: Als Sanierungsfälle gegeißelt, genießt ihre plastisch-körperhafte, konstruktionsehrliche und tendenziell von einem ruppigen Charme geprägte Architektursprache darüber hinaus einen schweren Stand.

Höchste Zeit also, die Architektur dieser bauintensiven Zeit einer Neubetrachtung zu unterziehen und für ihre Qualitäten zu werben. Der Blick gilt dabei nicht nur den prominenten Architekturzeugnissen. Vielmehr geht es um e ne ganze Bandbreite qualitativ hochwertiger Gebäude und Anlagen in Niedersachsen, die Zeittypisches repräsentieren und für die es zukunftstaugliche Nutzungskonzepte zu entwickeln gilt. Am Ende steht schließlich immer die Frage nach dem Erhalt und der Bedeutung für unsere Städte und die Baukultur.

Details im Überblick

Beginn der Veranstaltung ist um 19 Uhr, der Eintritt ist kostenfrei. In den Abend einführen wird Kammerpräsident Wolfgang Schneider. Altes Rathaus Hannover, Karmarschstraße 42 (Eingang Köbelingerstraße). Anmeldung erforderlich unter Tel. 0511/ 28096-21, Fax 0511/28096-69 oder per E-Mail.