Barrierefreies Golf

© Otto Bock
Text von: redaktion

Im Rahmen eines Media Meetings haben das Hardenberg GolfResort, die Golfschule Stefan Quirmbach und die Otto Bock HealthCare das Modellprojekt “Barrierefreies Golf“ vorgestellt.

Ab sofort können Menschen mit Mobilitätseinschränkungen Golfkurse vom ersten Golfschwung bis zur Platzreife im Hardenberg GolfResort buchen.

Stefan Quirmbach hat in seiner Golfschule dafür ein eigenes Konzept entwickelt – das notwendige Sportgerät mit dem Namen ParaGolfer kommt vom Medtech-Unternehmen Otto Bock. Wie es in der Praxis funktioniert, demonstrierte Martin Braxenthaler, Paralympischer Spitzenathlet, auf dem Golfplatz vor.

Seit einigen Jahren beschäftigt sich der Bereich Rollstühle bei Otto Bock bereits mit dem Thema Mobilität und Freizeit. In dieser Zeit sind innovative Produkte wie der SuperFour (Allrad-Fahrzeug), der ScoutCrawler (Raupen-Fahrzeug für Strand und Schnee) und der ParaGolfer entstanden.

Mit dem Modellprojekt „Barrierefreies Golf“ will Otto Bock HealthCare nun Menschen mit körperlicher Mobilitätseinschränkung den Zugang zum Golfsport öffnen.

„Unsere Aktivitäten in diesem Bereich waren stark auf Kunden zugeschnitten, die bereits als Golfer unterwegs waren und durch Krankheit oder Unfall Einschränkungen erfahren haben. Dieses innovative Projekt soll nun die Zielgruppe erweitern“, beschreibt Gunter Röper, Geschäftsführer der Otto Bock Mobility Solutions, die Motivation für das neue Projekt.

Nach ersten Gesprächen zwischen den Unternehmern Carl Graf von Hardenberg und Professor Hans Georg Näder entstand unter Leitung von Stefan Quirmbach in den vergangenen Monaten ein entsprechendes Kursprogramm. Angebote für Einzelunterricht und Gruppenkurse ermöglichen den Einstieg in das Paragolfen.

„Gerade weil sich das Spielgerät Golfball in einer Ruheposition befindet, bietet sich dem Mobilitätseingeschränkten die Möglichkeit, seinen Bewegungsablauf auf die jeweilige Situation einzustellen“, erläutert Stefan Quirmbach die Hintergründe des Kurskonzeptes.

Zwei ParaGolfer-Fahrzeuge stehen in der Golfschule bereit, die sowohl für den Unterricht als auch für Runden auf dem Golfplatz genutzt werden.

Die Kooperation zwischen dem Hardenberg GolfResort und Otto Bock hat in Deutschland Modellcharakter.

Nur wenige Golfanlagen sind auf barrierefreies Golf eingestellt oder bieten gar ein wirkliches Komplett-Paket an. Das Hardenberg GolfResort will damit aber nicht nur einen eindeutigen Beitrag zum Thema Inklusion leisten, sondern neue Zielgruppen auch touristisch ansprechen.

„Unser Golfresort und der Golfclub sind sehr offen für dieses neue Programm. Die Öffnung in Richtung Menschen mit Handicap verstehen wir als Kombination aus gesellschaftlicher Verantwortung und zielgruppenorientierter Vermarktung. Die Kooperation mit Otto Bock bietet uns hierfür eine verlässliche Grundlage“, fasst Carl Graf von Hardenberg als Eigentümer des Hardenberg GolfResorts das Engagement zusammen.