Bannerwerbung an der Kirche

© Tabea Nolte
Text von: redaktion

“Außergewöhnliche Vorhaben erfordern ungewohnte Schritte.“ Mit diesen Worten umschreibt Pastor Harald Storz den Beschluss der Kirchengemeinde St. Jacobi in Göttingen, das Baugerüst am historischen Kirchturm für Werbezwecke zur Verfügung zu stellen.

Der Vorteil, so der Pastor, läge bei allen Beteiligten: Geschäfte und Unternehmen können an exponierter Lage inmitten der belebten Göttinger City mit Ihrem Logo werben.

Auf der anderen Seite werden Einnahmen erzielt, die den Sanierungskosten des mittelalterlichen Kirchturms wohltuend zu Gute kommen. Die umfangreichen Sanierungsmaßnahmen des mittelalterlichen Kirchturms begannen im Jahr 2009 und enden mit dem vierten Bauabschnitt ca. 2014.

„In diesem Zeitraum können Werbebanner von fünf, zehn oder mehr Quadratmetern beispielsweise für ein halbes, ein ganzes oder über den gesamten Sanierungszeitraum gebucht werden“, so Storz.

Das Werbekonzept unterteilt den oberen Bereich des Kirchturms in „fern wirkende Werbung“ und den unteren Teil zur Fußgängerzone hin in „nah wirkende Werbung“. Auf einer eigens eingerichteten Website können Informationen nachgelesen und Mediadaten heruntergeladen werden.

Für die Sanierung werden allein im ersten und zweiten von insgesamt vier Bauabschnitten in der Turmspitze sowie im darunter befindlichen Sandsteinstockwerk 857.000 bzw. 825.000 Euro investiert. Davon muss die Kirchengemeinde St. Jacobi 13.000 bzw. 30.000 Euro an Eigenmitteln beisteuern.

Das Gros wird durch die Landeskirche, den Kirchenkreis, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz sowie die Stiftung Kirchliche Baudenkmäler (KIBA) finanziert. Die Bannerwerbung soll dazu beitragen, den Eigenanteil der St.-Jacobi-Kirchengemeinde aufzubringen.

Die Idee dazu wurde in Zusammenarbeit mit dem Göttinger Unternehmer Bernd Menke, Fa. Gerüstbau-Menke sowie der Werbeagentur Beisert & Hinz Unternehmenskommunikation entwickelt, die auch der Ansprechpartner ist: 0551/7896907.