Auszeichnung für DLR-Messtechnik

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Text von: redaktion

Das Göttinger Institut für Aerodynamik und Strömungstechnik des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist mit dem Titel “DLR-Center of Excellence 2009 bis 2011“ ausgezeichnet worden. Mit der Auszeichnung ist eine Förderung von 500.000 Euro verbunden.

Mit dieser Auszeichnung soll die weltweite Spitzenposition, die das DLR durch seine Arbeiten in Göttingen auf dem Gebiet der bildgebenden Messverfahren in der Aerodynamik innehat, weiter ausgebaut werden.

Fortschrittliche bildgebende experimentelle Methoden sind zu Standardwerkzeugen im Rahmen der Forschungsaufgaben des DLR-Instituts für Aerodynamik und Strömungstechnik in Luftfahrt, Raumfahrt und im Verkehr geworden. Mit ihnen ist es möglich, nahezu alle relevanten physikalischen Größen einer Strömung in einem sehr kurzen Zeitintervall zu erfassen.

Die weiter entwickelten Methoden können als mobile Systeme für Aufgaben der Grundlagenforschung, und vor allem auch europaweit im Rahmen internationaler Projekte in industriellen Windkanälen – sowohl im Niedergeschwindigkeitsbereich als auch bei Schallgeschwindigkeit – sowie bei Flugversuchen eingesetzt werden.

Auf Grund ihres weltweit wettbewerbsfähigen Entwicklungsstandes werden die experimentellen Methoden jetzt verstärkt für die DLR-Geschäftsfelder Raumfahrt und Verkehr weiter entwickelt.

Zu den in Göttingen fortentwickelten Messtechniken zählt zum Beispiel die Messung von Strömungsgeschwindigkeiten mittels kleiner Teilchen, die der Strömung in einem Windkanal zugesetzt und fotografiert werden, die so genannte Particle Image Velocimetry (PIV). Die generelle Zielsetzung für die Entwicklung dieser experimentellen Methoden ist es, sowohl ihre räumliche und zeitliche Auflösung als auch ihre Genauigkeit und Zuverlässigkeit zu erhöhen.

Die Auszeichnung „DLR-Center of Excellence“ wird zunächst für drei Jahre an das „Center of Advanced Experimental Simulation Tools for Aerodynamic Research (CAESAR)“ genannte Forschungsprojekt in Göttingen verliehen.