Auswärtssieg beim amtierenden Meister

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Text von: redaktion

Die BG Göttingen siegt beim amtierenden deutschen Meister FC Bayern München und holt sich die nächsten zwei Punkte beim Auswärtsspiel im Audi Dome in der Beko Basketball Bundesliga. Der Spielstand: 81:95 für die Veilchen, die damit den zwölften Tabellenplatz erobern konnten.

Vor 5.565 Zuschauern starteten die Göttinger mit Khalid El-Amin, Acha Njei, Harper Kamp, Dominik Spohr und dem wieder genesenen Alex Ruoff. Das erste Ausrufezeichen des Spiels setzte Khalid El-Amin mit seinen ersten Punkten. Im ersten Viertel lieferten sich beide Mannschaften einen Kampf auf Augenhöhe. Die individuelle Klasse der Münchner kompensierten die Veilchen mit ihrer aggressiven Spielweise und starker Teamarbeit. Sieben der neun eingesetzten Spieler konnten in den ersten zehn Minuten für die BG punkten.

Die Veilchen starteten besser ins zweite Viertel und konnten, insbesondere durch gutes Rebounding, dem Spiel immer mehr den eigenen Stempel aufdrücken. Khalid El-Amin hatte zur Halbzeit bereits fünf Wurferfolge vorgelegt und erzielte zehn Punkte. Auch Raymar Morgan drehte im Spiel gegen die Münchner auf und konnte vor der Halbzeit sechs Rebounds und acht Punkte auf seinem Konto vermerken. Trotz einigen Ballverlusten schafften es die Göttinger durch eine klasse Defensivarbeit und starkes Rebounding am eigenen Korb (17 Reb. – FCB: 9) sich die Pausenführung zu schnappen. Mit 39:44 ging es in die Pause.

Nach der Halbzeit ging es Schlag auf Schlag weiter und die Veilchen wollten ihre Führung nicht mehr aus der Hand geben. Angeführt vom stark aufspielenden Khalid El-Amin zog die Mannschaft von Johann Roijakkers davon und konnte nach knapp drei gespielten Minuten in der zweiten Hälfte das erste Mal mit zehn Punkten in Führung gehen (22:58 Min. 43:53). Alex Ruoff, der heute zum ersten Mal nach seiner Verletzung im Kader der Veilchen stand, lieferte ein großartiges Spiel gegen die Bayern ab. Die Mannschaft spürte, dass die Sensation möglich war, ließ sich jedoch nicht von der Atmosphäre beeindrucken. Heute funktionierte fast alles und die Münchner fanden nur wenige Lücken in der Defensive der Göttingern. Nach dreißig Minuten konnte man den Vorsprung bei acht Punkten halten (30:00 Min. 59:67).

Auch im letzten Viertel ließen die Veilchen nicht nach und begannen sehr gut. Zuerst konnte Khalid El-Amin, von Harper Kamp in Szene gesetzt, aus der Nahdistanz erfolgreich abschließen, anschließend bereitete der Schütze die nächsten Punkte für die Göttinger durch David Godbold vor. Insbesondere aus der Ferndistanz überzeugten die Veilchen heute. Mit 46 Prozent Trefferquote legten diese die Grundlage für den Erfolg im Audi Dome. Bis zum Ende konnte der FC Bayern durch eine sehr starke Defensivleistung der Göttinger, nicht zu seinem gewöhnlichen Spiel finden. Die Göttinger marschierten im letzten Viertel souverän zum zweiten Sieg auf auswärtigem Parkett in der aktuellen Saison der Beko Basketball Bundesliga. Mit 81:95 besiegt man den amtierenden deutschen Meister und rückt aktuell auf Tabellenplatz 12. Spieler des Spiels war Khalid El-Amin mit 20 Punkten, 8 Assists und 2 Rebounds. Außerdem meldete sich Alex Ruoff hervorragend aus der Verletzungspause zurück. Er erreichte am Ende 13 Punkte und 5 Rebounds. Insgesamt war es eine starke Teamleistung der BG Göttingen, die mit einem Sieg beim amtierenden Meister gekrönt wurde.

Stimmen zum Spiel

Johan Roijakkers (Head Coach BG Göttingen):„Ich bin natürlich sehr stolz auf meine Jungs. Wir haben heute sicherlich keinen Sieg erwartet, wir wollten einfach so lange es geht gut spielen. Ich glaube, dass wir das über 40 Minuten getan haben. Es ist aber letztlich auch nur ein Sieg. Für uns war es die erste Woche, in der wir mit dem gesamten Team trainieren konnten. Wir brauchen weitere Trainingswochen, dann können wir besser werden. Wir werden zwar nicht jede Woche gewinnen können, aber wir sind ein Team. Für uns war das heute eine gute Überraschung.“

Svetislav Pesic (Head Coach FC Bayern München): „Göttingen hat heute ein perfektes Spiel abgeliefert. Wir haben von Anfang an keine Chance gehabt. Sie waren war frischer, beweglicher und kraftvoller. Sie hatten in der Defensive und im Rebounding mehr Aggressivität. Es muss lange her sein, dass eine Mannschaft gegen uns 43 Rebounds geholt hat, das belegt die Intensität der Göttinger. Göttingen war überall, wo der Ball war. Wir haben es hingegen nicht geschafft unseren Rhythmus zu finden. Wir haben heute scheinbar geglaubt, dass wir unbesiegbar sind und den perfekten Basketball spielen, davon sind wir allerdings Welten entfernt.“

Die Spielerstatistiken

El-Amin (20 Punkte/ 2 Rebounds/ 8 Assists), Ruoff (13/ 5), Kamp (13/ 3/ 5), Njei (10/ 4), Spohr (5/ 3), Boykin (12/ 6/ 1), Godbold (8/ 3/ 2), Morgan (14/ 6), Kulawick (-/ 2)