Ausstellung in der SUB erinnert an Joseph Martin Kraus

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Text von: redaktion

Mit Leben und Werk des deutschen Komponisten Joseph Martin Kraus (1756 bis 1792) beschäftigt sich eine Ausstellung, die noch bis zum 15. September 2006 im Foyer der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB) gezeigt wird.

Mit Leben und Werk von Joseph Martin Kraus (1756 bis 1792) beschäftigt sich eine Ausstellung, die vom 18. August bis zum 15. September 2006 im Foyer der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB) gezeigt wird. Gewürdigt wird damit ein deutscher Komponist, der nach seinem frühen Tod in Vergessenheit geriet und erst in den letzten Jahrzehnten wiederentdeckt wurde. Die Präsentation ist anlässlich seines 250. Geburtstages zu sehen und wurde von der Internationalen Joseph-Martin-Kraus-Gesellschaft e.V. (Buchen) erarbeitet.

Als „eines der größten Genies, die ich gekannt habe“ bezeichnete kein Geringerer als Joseph Haydn seinen Zeitgenossen Kraus. Obgleich sich seine musikalische Neigung früh zeigte, nahm Joseph Martin Kraus 1773 auf Wunsch des Vaters ein Jurastudium auf, das ihn 1776 nach Göttingen führte. Stark beeindruckte ihn hier das Gedankengut des – bei seiner Ankunft bereits aufgelösten – Hainbundes: Kraus pflegte freundschaftliche Beziehungen zu den früheren Mitgliedern und vertonte etliche ihrer Gedichte. Sein schwedischer Kommilitone Carl Stridsberg veranlasste Kraus dazu, 1778 am Hofe des kunstsinnigen Königs Gustav III. sein Glück zu versuchen. Nach entbehrungsreichen Jahren sollte ihm in Schweden schließlich als Kapellmeister und Direktor der Königlichen Musikakademie der Durchbruch gelingen.

Die Ausstellung „Joseph Martin Kraus“ im SUB-Foyer am Platz der Göttinger Sieben ist montags bis freitags von 9 bis 20 Uhr und sonnabends von 10 bis 14 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.