Ausnahmevirtuosen der Klassikszene im Club Savoy

© Marco-Borggreve
Text von: redaktion

Im Rahmen der Niedersächsischen Musiktage geben die international ausgezeichneten Künstler Fazil Say, Patricia Kopatchinskaja und Edin Karamasov am 29. September 2010 ein klassisches Konzert in der Göttinger Diskothek.

Das Vorurteil ist klar: Klassische Konzerte sind eine steife Angelegenheit, und man bringt sie am Besten regungslos und mit ernster Miene hinter sich. Wer als erster mit dem Fuß zuckt, hat verloren?

Nicht, wenn es nach diesen drei jungen Ausnahmemusikern geht: Die moldawisch-stämmige Geigerin Patricia Kopatchinskaja, der Lautenvirtuose Edin Karamazov und der Pianist Fazil Say, der in der Türkei geboren wurde haben schon internationale Preise abgeräumt und treten mit den bedeutendsten Sinfonieorchestern der Welt auf – sie haben sich auch zusammengetan, um zu beweisen, wie tänzerisch, wie aufregend, wie kraftvoll und mitreißend ein Klassik-Konzert sein kann.

Es ist Tradition der Niedersächsischen Musiktage, große Musik nicht nur in klassischen Konzertsälen, sondern auch an ganz ungewöhnlichen Orten zur Aufführung zu bringen, Erwartungshaltungen zu durchbrechen und Klischees hinter sich zu lassen.

Deshalb geben die drei Virtuosen ihr eigens für diesen Anlass zusammengestelltes Programm auch am 28. 9. in der Göttinger Diskothek „Club Savoy“. Eine Party-Location erlebt ab 20 Uhr ihr blaues musikalisches Wunder mit moldawischer Volksmusik, mit flirrenden Ravel-Rhythmen und schwindlig machenden Paganini-Capriccen.

Denn Grund zum Feiern ist gegeben: Die Niedersächsische Sparkassenstiftung, die die Musiktage wie jedes Jahr ausrichtet, besteht seit 25 Jahren und hat deshalb die über 60 Konzerte, die vom 4. September bis zum 3. Oktober stattfinden, unter das verbindende Thema „Das Fest“ gestellt.

An einem Ort, der die gegenwärtige Kultur des Feierns geradezu sinnbildlich verkörpert, werden Patricia Kopatchinskaja, Fazil Say und Edin Karamazov also richtig aufdrehen und ein internationales Programm entfachen, das von einer Jazzbearbeitung von Mozarts „Alla Turca“-Sonate bis zu Bartoks „Rumänischen Tänzen“ reicht, von Bachs „Toccata und Fuge d-Moll“ und Gershwins „Summertime“ bis zu Tanzsätzen der Renaissance.

Im loungigen Vee-Club im Untergeschoss des Gebäudes werden außerdem Soloprogramme von Patricia Kopatchinskaja und Edin Karamazov zu hören sein. Tanzpalast und Klassikkonzert kommen dabei zusammen, erfinden einander aufs Sinnlichste neu und machen klar: Die alten E- und U-Musik-Grenzen haben längst ausgedient.

Die Niedersächsischen Musiktage werden veranstaltet von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung in Zusammenarbeit mit den Sparkassen in Niedersachsen und örtlichen Mitveranstaltern. Auch 2010 ist der NDR Medienpartner der Niedersächsischen Musiktage.

Karten sind an der Information der Sparkassenzentrale Göttingen sowie im Reisebüro Uhlendorff, in der Touristinformation im Alten Rathaus und im Internet erhältlich.