Ausgezeichnete Grundlagenforschung zu Muskelerkrankung

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Text von: redaktion

Jens Schmidt, Facharzt für Neurologie und Wissenschaftler in der Abteilung Neurologie der Universitätsmedizin Göttingen, hat den Felix-Jerusalem-Preis 2009 der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke (DGM) erhalten.

Ausgezeichnet wurde Schmidt für seine Grundlagenforschung zur häufigsten erworbenen Muskelerkrankung bei Menschen im mittleren Lebensalter, der so genannten sporadischen Einschlusskörperchenmyositis, kurz als sIBM bezeichnet.

Die preisgekürte Arbeit zeigt erstmals einen direkten Zusammenhang zwischen Mechanismen, die im Muskel zum einen eine Entzündung und zum anderen einen Zelluntergang hervorrufen.

Die Forschungsergebnisse von Schmidt wertete die Jury als wichtigen Beitrag zum besseren Verständnis der Entstehung der sIBM. Dieser könnte helfen, bessere Behandlungsmöglichkeiten für die schwer verlaufende Erkrankung aufzuzeigen.

Die Preisverleihung fand auf dem 19. Kongress des wissenschaftlichen Beirats der DGM in Darmstadt am 6. März 2009 statt. Der Forschungspreis ist mit 6.250 Euro dotiert.

Schmidt ist seit 2008 als Funktionsoberarzt in der Abteilung Neurologie der Universitätsmedizin Göttingen tätig. Bereits 2003 erhielt er von der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) den Sobek Juniorpreis für seine experimentelle Forschung zur Verbesserung der Schubtherapie bei der Multiplen Sklerose.