Ausgezeichnete Forschung für den richtigen Herz-Takt

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Text von: Redaktion

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat ein gemeinsames Projekt von Forschern des Herzzentrums der Universitätsmedizin Göttingen und Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation (MPIDS) mit dem Innovationspreis Medizintechnik ausgezeichnet.

Forscher des Herzzentrums der Universitätsmedizin Göttingen und des Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation erhielten vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) den Innovationspreis Medizintechnik für das Konzept eines alternativen Defibrillators, der mit deutlich weniger Energie – und somit schonender – die Herzrhythmusstörung beenden kann.

Vorteile der alternativen Defibrillatoren sind die geringeren Stromstöße. Zudem können sie zur primären Vorbeugung gegen Herzrhythmusstörungen eingesetzt werden. „Sollte sich die Technologie durchsetzen, könnten implantierbare Cardioverter-Defibrillatoren (ICD) bei gleicher Sicherheit wesentlich leichter und kleiner gebaut werden”, so Markus Zabel, Abteilung Kardiologie und Pneumologie, Leiter des Schwerpunkts Klinische Elektrophysiologie am Herzzentrum. In den bisher durchgeführten Laborexperimenten hat sich das neue Verfahren bereits bewährt. Für ihre weiterführenden Experimente zu diesem Vorhaben kann mit der Auszeichnung das vorgestellte Modul in den nächsten drei Jahren mit bis zu 300.000 Euro gefördert werden.

Den Innovationspreis Medizintechnik verleiht das BMBF in diesem Jahr zum zehnten Mal. Von insgesamt 91 Bewerbern konnten 14 Forschungsgruppen die Jury überzeugen und werden bis zu drei Jahre lang finanziell unterstützt.

Foto: Fluoreszenzmessungen eines Herzmuskels. Rot: Gebiete hoher Anregung, schwarz: Gebiete niedriger Anregung. Bilder: MPIDS/Cornell University (Flavio Fenton, Robert Gilmour)