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Text von: Kim Henneking

Von Stilberatung bis zum feinmechanischem Handwerk – die Aufgaben eines Augenoptikers sind breit gefächert.

Brillen aus dem 3-D-Drucker, die sich der Kopfform exakt anpassen, Gläser, die sich automatisch tönen oder Gestelle aus Titan, die so biegsam sind, dass sie nicht brechen können – so viel Hightech steckt heutzutage im traditionsreichen Brillenoptikerhandwerk. Auf dem Weg zur perfekten Sehhilfe nutzen Augenoptiker inzwischen sowohl Handschleifmaschinen als auch Computer-Zentriergeräte – ein anspruchsvoller und abwechslungsreicher Ausbildungsberuf. Das stärkste Argument für diesen Job ist jedoch die riesige Kundschaft. Fast jeder zweite Deutsche ist auf eine Sehhilfe angewiesen, sprich: Wird man Augenoptiker, hat man sich einen Beruf mit Zukunft ausgesucht.

Ganz klassisch arbeitet dieser in einem Optiker-­Fachgeschäft, wo er die Kunden in den Verkaufsräumen modisch und fachlich berät und im nächsten Schritt die anatomische und optische Brillen­anpassung vornimmt. Manchmal fertigt er die Brillen in der angrenzenden Werkstatt auch selbst an – je nachdem, ob alle Schritte im Haus durch­geführt werden. In Büroräumen erledigt er dann auch noch kaufmännische Aufgaben wie das Abwickeln von Aufträgen.

Als klassische duale Ausbildung teilen sich die drei Jahre in zwei Teile auf: In der Berufsschule, die tageweise oder mehrere Wochen in Blöcken stattfindet, lernen Azubis den Beruf des Augenoptikers theoretisch kennen. Für die Praxisphasen besuchen sie das jeweilige Ausbildungsunternehmen und wenden das frisch gewonnene Know-how direkt an.

Hilfreich für diesen Job sind gute Schulnoten in Mathe, Physik und Bio sowie neben handwerklich-­technischem Geschick eine Vorliebe für Genauigkeit und eine große Lernbereitschaft.

Du solltest Augenoptiker werden, wenn …

• dich die biologischen Zusammenhänge des Auges faszinieren,
• die Brillenmode dich mit ihren immer neuen Trends interessiert,
• du geduldig und sorgfältig mit Kunden­aufträgen umgehen kannst.