Aufschwung gehalten!

© UMG / R.Schmidt
Text von: redaktion

Der Vorstand der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) hat am 9. September 2010 auf einer Pressekonferenz die Bilanz für das Jahr 2009 sowie Trends und Perspektiven für 2010 und 2011 vorgestellt. Die UMG setzt ihren erfolgreichen Konsolidierungskurs fort. Auch im Jahr 2009 wurde eine “schwarze Null“ geschrieben.

In allen ihren Säulen – Forschung und Lehre, Krankenversorgung sowie Wirtschaftsführung – hat die UMG ihre Position stärken können. Die Maßnahmen und Projekte der Konsolidierungsmaßnahmen haben sich bewährt und als belastbar erwiesen. Die Prognose für das Jahr 2010 zeigt: Die UMG bleibt auf einem stabilen Kurs.

„Dass wir im Jahr 2009 die positive Entwicklung und den Erfolg des Jahres 2008 bestätigen konnten, zeigt uns, dass die UMG eine Organisation mit Substanz ist. Das macht uns stolz“, sagt Cornelius Frömmel, Sprecher des Vorstandes der UMG. „Alle Beschäftigten haben die Fortsetzung der Konsolidierung möglich gemacht. Es ist eine großartige Gemeinschaftsleistung“, so Frömmel.

Wieder wurden über 40 Millionen Euro an Drittmitteln eingeworben, darunter gab es bei den europäischen Fördergeldern mit 6,9 Millionen Euro nochmals eine Steigerung. Im Jahr 2009 wurden elf Professoren neu an die UMG berufen. Aus Landesmitteln erhielt die UMG etwa 119 Millionen Euro.

Für die Förderung erfolgreicher Wissenschaftler wurde ein Struktur- und Innovationsfond in Höhe von 4,5 Millionen Euro und aus dem guten Ergebnis 2009 heraus konnte der Topf auf 5,8 Millionen Euro als Anreiz erhöht werden. Damit wird auch das Programm „Pro Futura“ für junge Nachwuchsgruppenforscher an der UMG gefördert.

Die geplante Errichtung zukunftsfähiger Forschungseinrichtungen, wie das Theodor-Förster-Institut und das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE), stärkt den neurowissenschaftlichen Schwerpunkt an der UMG.

Mehr als 3.700 junge Menschen studieren an der UMG Medizin, Zahnmedizin und im internationalen Studiengang Molekulare Medizin. Sie finden moderne Lehrkonzepte vor: Modulare Lehre, praxisnahe Ausbildung, gestraffter Lernzielkatalog. Zudem wurde im Jahr 2009 eines der bundesweit modernsten Trainingszentren zur studentischen Ärzteausbildung eröffnet: das STÄPS (Studentisches Trainingszentrum Ärztlicher Praxis und Simulation). Finanziert wurde das 2,1 Millionen Euro teure Lernzentrum fast vollständig aus Studienbeiträgen.

Das Universitätsklinikum Göttingen behandelte etwa 51.000 stationäre und rund 125.000 ambulante Patienten im Jahr 2009. Die durchschnittliche Patientenverweildauer sank von 7,56 Tagen (2008) auf 7,3 Tage (2009), die Bettenbelegung betrug 2009 durchschnittlich 84 Prozent. Insgesamt wurden knapp 300 Millionen Euro an Gesamterträgen bei den Krankenhausleistungen erwirtschaftet.

„Die Zahlen belegen: Die Universitätsmedizin Göttingen wird von den Menschen in der Region als einziges Krankenhaus der Maximalversorgung gut angenommen. Unsere Aufgabe wird es sein, unser qualitativ hochstehendes Leistungsangebot weiter auszubauen und damit das in die UMG gesetzte Vertrauen der Patienten zu bestätigen“, sagt Martin Siess, Vorstand Krankenversorgung.

In der Krankenversorgung unterstreicht das breite Behandlungsspektrum der Universitätsmedizin Göttingen ihr Alleinstellungsmerkmal für die Region. Dazu gehören neue Leistungs- und Versorgungsangebote in den Kliniken, wie unter anderem der HNO, Dermatologie, Augenheilkunde, Neurochirurgie und Kardiologie. Zudem sorgt der Umzug der Universitätshautklinik in die Gebäude des Zentralklinikums für eine Patientenversorgung auf modernstem Niveau.

Die 24-Stunden-Notfallversorgung erhielt das TÜV-Siegel und die Renovierung der Notfallambulanz bis Anfang des Jahres 2011 verbessert hier zusätzlich die Versorgungsqualität.

„Das ärztliche und pflegerische Personal an der UMG trägt den entscheidenden Anteil an dieser sehr erfreulichen Leistungssteigerung“, sagt Siess.

Die Bilanzsumme der UMG beläuft sich im Jahr 2009 auf ca. 423 Millionen Euro. Darunter sind Personalkosten von 291 Millionen Euro. Der Erfolg der „Schwarzen Null“ konnte wiederholt werden. Gründe waren die Leistungssteigerung in allen Bereichen.

5.276 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vollkräfte) waren im Jahr 2009 an der UMG beschäftigt. „In den patientennahen Bereichen konnten wir 2009 wieder 60 Stellen entsprechend der guten Leistungsentwicklung aufbauen. Die UMG schafft damit wieder Arbeitsplätze“, sagt Barbara Schulte, Vorstand Wirtschaftsführung und Administration.

In den patientenfernen Bereichen und in der Verwaltung wurden weitere Stellen abgebaut. Zudem konnten in den Jahren 2008 und 2009 über die Vorruhestandsinitiative des UMG-Vorstandes 217 Altersteilzeitverträge abgeschlossen werden.

Entscheidenden Anteil am Bilanzerfolg der UMG haben die vielen Maßnahmen und Projekte bei der Konsolidierung. So wurden die Ausgaben bei den Sachmitteln reduziert und der Energieverbrauch eingedämmt.

Die Verantwortlichen sind sich einig, dass sich die positive wirtschaftliche Entwicklung aus dem Jahr 2009 im laufenden Jahr 2010 bestätigen und im kommenden Jahr 2011 fortsetzen wird. Sie lässt damit weitere Spielräume für neue Investitionen erwarten.“Doch wir müssen weiterhin einen Bilanzverlust von über 50 Millionen Euro abtragen“, sagt Barbara Schulte.

„Nach den schwierigen wirtschaftlichen Zeiten bleibt die UMG auf Kurs. Das kennt man aus dem Fußball: Es ist eine Kunst, ein Jahr erfolgreich zu sein. Aber es ist eine noch größere Kunst, über viele Jahre erfolgreich zu bleiben“, so die abschließenden Worte von Frömmel.