Infos zur Niere

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Nierenerkrankungen gehen die ganze Familie an – Frühes Vorbeugen und Erkennen hilft - das Nephrologische Zentrum Göttingen GbR bietet pünktlich zum Weltnierentag Information rund ums Thema an. 

Am 10. März ist Weltnierentag: Ziel des weltweiten Aktionstags ist es, die Vorbeugung von Nierenerkrankungen in den Vordergrund zu stellen. Derzeit sind über 100.000 Menschen in Deutschland auf ein Nierenersatzverfahren – Dialyse oder Transplantation – angewiesen. Ein Nierenversagen kann grundsätzlich jeden treffen, besonders gefährdet sind aber Raucher, Diabetiker, Menschen mit Bluthochdruck oder starkem Übergewicht und Bewegungsmuffel. Vererbte Erkrankungen wie Bluthochdruck beginnen dabei nicht selten schon im Kindesalter. Mit einfachen frühzeitigen Maßnahmen – beginnend bei unseren Kindern – kann jeder seine Nieren schützen. Viel Wasser trinken, sportliche Betätigung und gesunde Ernährung gehören in jedem Fall dazu, ebenso das Vermeiden einer längeren Einnahme bestimmter Schmerzmedikamente wie Ibuprofen und Diclofenac. Bei Menschen, die bereits eine leichte Nierenfunktionseinschränkung haben, kann eine frühzeitige fachärztliche Betreuung das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen oder sogar verhindern. Es lohnt sich, auf die Nieren Acht zu geben. Das Nephrologische Zentrum Göttingen GbR (NZG) bietet im Vorfeld des Weltnierentages bereits am Dienstag, 8. März 2016, Informationen in einem Patientenforum ab 18 Uhr sowie Infostände mit Urin-Schnelltest, Blutzuckertest, Messung des Blutdrucks und der Gefäß-Steifigkeit und Halsschlagader-Ultraschall ab 16 Uhr im Foyer des Evangelischen Krankenhauses Göttingen-Weende.

Eine Telefonhotline ist von 9 bis 14 Uhr unter 0551/309 85 382 geschaltet.

Die chronische Nierenerkrankung wird häufig unterschätzt. Oft tritt sie in der zweiten Lebenshälfte auf. Wenn aber Diabetes mellitus, Bluthochdruck oder Rauchen die Gefäße schädigen, kann die Nierenfunktion bereits in jüngeren Jahren abnehmen. Etwa jeder zehnte Bundesbürger weist eine Einschränkung der Nierenfunktion auf. Liegt die Organfunktion unter zehn Prozent, spricht man von einem terminalen Nierenversagen. Die Betroffenen sind dann auf eine Nierenersatztherapie – also eine Transplantation oder Dialyse – angewiesen.

Dialysepatienten werden dreimal pro Woche für vier bis fünf Stunden mit der Dialyse behandelt. Weitere 20.000 Patienten befinden sich in der Transplantationsnachsorge und nehmen Medikamente ein, damit die transplantierte Niere nicht abgestoßen wird.

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Patientenforum:

„Nierenerkrankungen gehen die ganze Familie an – Frühes Vorbeugen und Erkennen hilft“

am 8. März 2016 von 18 bis 20 Uhr
Geriatriesaal Evangelisches Krankenhaus Göttingen-Weende, An der Lutter 24, 37075 Göttingen

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Vorträge:

„Funktion der Nieren – nur ein Filter?“
Privatdozent Dr. Volker Schettler, Nephrologisches Zentrum Göttingen GbR

„Bluthochdruck bei Kindern – wenn ja: warum?“
Dr. Martin Hulpke-Wette, kardiologische Kinderarztpraxis Göttingen

„Wohin soll ich meinen Blutdruck senken?“
Dr. Egbert G. Schulz, Nephrologisches Zentrum Göttingen GbR

„Zucker und Niere“
Dr. Gerrit C. Hagenah, Nephrologisches Zentrum Göttingen GbR

Das Patientenforum findet statt in Kooperation mit der International Society of Nephrology (ISN), dem Evangelischen Krankenhaus Göttingen-Weende (EKW), der Deutschen Nierenstiftung e.V., dem Blutdruckinstitut Göttingen e.V., Telemonitoring Interventions in Medicine (T.I.M.), dem Verband Deutsche Nierenzentren (DN) e.V.