Apartmentmodule am Haken

©Studentenwerk Göttingen
Text von: redaktion

Innerhalb von rund 45 Tagen wird das auf dem Nordcampus entstehende Wohnheim des Studentenwerks Göttingen seine endgültige, würfelähnliche Gestalt erhalten: Seit dem 13. Juni und noch bis zum 12. August werden in der Grisebachstraße 7 werktäglich bis zu sechs Wohnmodule auf das fertig gestellte Erdgeschoss aufgesetzt.

Insgesamt 260 komplett vorproduzierte Module der Firma Kaufmann aus dem österreichischen Kalwang rollen jeweils im Duo per Tieflader nach Göttingen. Vor Ort werden sie direkt nach ihrer Ankunft auf die 60 Zentimeter dicke Decke des Sockelgeschosses abgesetzt, gestapelt und in alle Richtungen miteinander verbunden. Dieser Prozess geht in vier Bauabschnitten vor sich, so dass nach Fertigstellung eines Abschnitts bereits mit der Verkleidung der Außenfassade begonnen werden kann. So entstehen rundum Schritt für Schritt die geplanten vier Wohngeschosse. Vier behindertenfreundliche Apartments befinden sich im Erdgeschoss.

Die Reihenfolge, in der die Module aufgesetzt werden, ist fest geplant, so dass jedes Modul exakt an seine vorgesehene Position gelangt. Eine Brandschutzwand zieht sich quer durch das Gebäude und sorgt für die Sicherheit der Bewohner.

Thomas Welzel und Carmen Heine vom Gebäudemanagement des Studentenwerks Göttingen ordnen diese Bauphase als ‚einzigartig in Niedersachsen‘ ein und sehen ihr mit Spannung entgegen. Welzel bringt es auf den Punkt: „Die strukturierte Vorproduktion der Apartmentmodule, von denen jedes rund 10 Tonnen wiegt, deren Transfer nach Göttingen exakt in der richtigen Reihenfolge und das unmittelbar anschließende Verbauen der Segmente stellen hohe logistische und bautechnische Anforderungen an die ausführenden Firmen. Es wird in jedem Fall interessant und wir freuen uns sehr auf diese neue Erfahrung.“

„Im Oktober/November 2019 wollen wir die Stromversorgung in den Wohnmodulen sowie die Treppen im Gebäude fertiggestellt haben“,  ergänzt Carmen Heine. „Unser Bauzeitenplan sieht vor, dass Anfang 2020 die ersten Studierenden in die 264 Apartments einziehen und sich darin wohlfühlen können.“