An der Theorie nicht verzweifeln

Text von: redaktion

Die Agentur für Arbeit fördert Nachhilfe für Auszubildende. Das kostenlose Angebot soll Ausbildungsabbrüchen vorbeugen.

Im August und September ist es wieder so weit: die neuen Auszubildenden erobern die Betriebe. Je nach Beruf wird die Ausbildung zwei bis dreieinhalb Jahre dauern.

Trotz der Freude über den betrieblichen Ausbildungsplatz wird mancher Auszubildende ein mulmiges Gefühl beim Gedanken an bevorstehende Tests, Klausuren und Prüfungen haben.

„Kein Grund zur Panik“, beruhigt Helga Sohnrey, als Bereichsleiterin in der Agentur für Arbeit Göttingen auch zuständig für die Berufsberatung. „Wir haben mit den ausbildungsbegleitenden Hilfen eine prima Möglichkeit, Jugendliche und Betriebe zu unterstützen, wenn es in der Berufsschule nicht so ganz rund läuft.“

Die ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH) sollen helfen, Ausbildungsabbrüche zu verhindern. Die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter finanziert diese ganz individuelle Förderung, umgesetzt wird sie durch beauftragte Bildungsträger vor Ort. Hier werden die Auszubildenden durch (Sozial-) Pädagogen betreut.

Angeboten wird – je nach Unterstützungsbedarf – Nachhilfe im fachtheoretischen und allgemeinbildenden Bereich oder für junge Migranten im Bedarfsfall auch Deutschunterricht.

Für den Erfolg der abH sorgt nicht zuletzt die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten, denn neben Arbeitsagentur/Jobcenter und den Ausbildern im Betrieb werden gegebenenfalls auch Berufsschullehrer und Eltern mit ins Boot geholt.

Auszubildende, die ihre Ausbildung jetzt beginnen oder auch schon einen Teil absolviert haben, können bei der Berufsberatung ausbildungsbegleitende Hilfen beantragen, und zwar telefonisch unter 01801/555 111* oder per E-Mail.

*Festnetzpreis 3,9 ct/min; Mobilfunkpreise höchstens 42 ct/min.