Alzheimer auf der Spur

© Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie / Zweckstetter
Text von: redaktion

Über welche Module das Tau-Protein in den Nervenzellen von Alzheimer-Patienten so zerstörend wirken kann, haben Max-Planck-Forscher mithilfe der Kernspinresonanz-Methode aufgeklärt.

Den Forschern des Max-Planck-Instituts für biophysikalische Chemie (Göttingen) und der Max-Planck-Arbeitsgruppe für strukturelle Molekularbiologie (DESY, Hamburg) ist es gelungen, neue Einblicke in die Tau-Struktur zu erhalten und seine schnellen Bewegungen zu verfolgen.

Finanziert wurde dieses Forschungsprojekt unter anderem vom Göttinger DFG-Forschungszentrum „Molekularphysiologie des Gehirns“ (CMPB), der Volkswagenstiftung und einem institutsübergreifenden Vorhaben der Max-Planck-Gesellschaft, „Toxicprotein conformation“, erklärt Christian Griesinger, Leiter der Abteilung NMR-basierte Strukturbiologie am Göttinger Max-Planck-Institut.

Verklumpte Tau-Fibrillen tragen im Zusammenspiel mit genetischen Faktoren dazu bei, dass die Kommunikation zwischen den Nervenzellen gestört ist, sie verkümmern und sterben schließlich ab. Alzheimer und ähnliche Demenzerkrankungen sind darauf zurückzuführen.

Eckhard und Eva Mandelkow von der Max-Planck-Arbeitsgruppe für strukturelle Molekularbiologie in Hamburg sehen in Tau „einen guten Angriffspunkt für Arzneimittel“.