Als Team erfolgreich – Jahrespressegespräch bei Zufall

© Alciro Theodoro da Silva
Text von: redaktion

Im Geschäftsjahr 2013 konnte die Zufall logistics group den Gesamtumsatz auf 271,7 Millionen Euro steigern, ein Zuwachs von rund einem Prozent. Im gleichen Zeitraum hat auch die Zahl der beförderten Sendungen zugelegt – und zwar von 3,8 Millionen Sendungen im Jahr 2012 auf 4,1 Millionen Sendungen im abgelaufenen Geschäftsjahr. Das entspricht einem Plus von 7,5 Prozent. Das Betriebsergebnis der Gruppe hat sich im Vergleich zum Vorjahr verbessert.

Zu den Entwicklungsfeldern gehören die Geschäftsbereiche Express und Logistik. Mit der Beförderung und Zustellung von eiligen Sendungen in der Nacht über das Netzwerk Night Star Express (NSE) erzielte die Zufall logistics group einen Umsatz von 24,2 Millionen Euro – und damit 33,7 Prozent mehr als in der vorangegangenen Periode. Die Zahl der Sendungen in diesem Segment stieg von 1,2 Millionen (2012) auf 1,6 Millionen (2013) – ein Plus von 32 Prozent. Diese erfreulichen Zuwächse sind insbesondere auf die positive Entwicklung der Niederlassung Unna, die erst im Frühjahr 2012 eröffnet wurde, zurückzuführen.

In der Logistik konnte die Zufall logistics group den Umsatz um 9,5 Prozent von 31,8 Millionen. Euro auf 34,8 Millionen Euro steigern. Die Erlöse aus den Landverkehren Deutschland verminderten sich im Jahr 2013 von 107,5 Millionen Euro auf 103,6 Millionen (minus 3,7 Prozent) Euro. Der Umsatz aus den Landverkehren Europa hingegen stieg um 0,4 Prozent von 70,7 Millionen Euro auf 71,0 Millionen Euro. Im Bereich Luft- und Seefracht sank der Umsatz von 28,2 Millionen Euro auf 25 Millionen Euro (minus 11,4 Prozent).

Die Zahl der Mitarbeiter ist nahezu konstant geblieben. Zum Stichtag 31.12.2013 arbeiteten 1.791 Beschäftigte (1.353 Vollzeitbeschäftigte) bei der Zufall logistics group (2012: 1.839), davon 133 Auszubildende. Das entspricht einer Ausbildungsquote von knapp 10 Prozent.

Unternehmenserfolg gründet sich auf Teamgeist

Für die im Jahr 2013 neu formierte Unternehmensspitze stand das vergangene Geschäftsjahr im Zeichen einer generationsübergreifenden Teamentwicklung. Mit der Übergabe des Staffelstabes an Peter Müller-Kronberg wurde ein Mitglied der Inhaber-Familie in die Geschäftsführung berufen. Er verantwortet seither den Geschäftsbereich Express, die Zentralbereiche Finanz- und Rechnungswesen, Qualität, Umwelt und Arbeitssicherheit sowie die Niederlassungen Kassel und Unna.

Im April 2013 ist außerdem Michael Tillner in die Geschäftsführung des Göttinger Familienunternehmens eingetreten. Ihm sind die Geschäftsbereiche Landverkehre Deutschland, Luft- und Seefracht, die Zentralbereiche IT und Controlling sowie die Niederlassungen Göttingen, Nohra und Hamburg zugeordnet.

„Wir haben uns in der Geschäftsführung sehr schnell aufeinander eingestellt“, berichtet der langjährige Geschäftsführer Jürgen Wolpert rückblickend. Er ist in dem Führungsgremium für die Geschäftsbereiche Logistik und Landverkehre Europa, die Zentralbereiche Personalmanagement und Marketing und die Niederlassungen Fulda, Kandel, Haiger sowie das Joint-Venture Distribo zuständig. Und Michael Tillner macht deutlich: „Jeder bringt seine Ideen und Erfahrungen ein, die wir offen miteinander diskutieren. Alle wichtigen Entscheidungen treffen wir gemeinsam.“ Kollegialer Meinungsaustausch und Entscheidungen im Team prägen die Führungskultur im gesamten Unternehmen. „Bei Zufall werden alle Beteiligten in Lösungs- und Entscheidungsprozesse einbezogen“, erklärt Peter Müller-Kronberg. „Aus dieser Haltung heraus lassen sich nachhaltige Entscheidungen treffen und Weichen für die Zukunft stellen“.

Investitionen sichern Zukunftsfähigkeit

Zu den wichtigen Weichenstellungen gehört unter anderem die neu errichtete Logistikanlage mit einer Fläche von 15.000 Quadratmetern am Göttinger „Siekanger“. Hier betreibt die Zufall logistics group in einem Joint-Venture mit dem langjährigen Kunden Sartorius ab Herbst 2014 ein modernes Lager- und Verteilzentrum für Technologieprodukte. „Wir sind stolz, dass Sartorius für seine ambitionierten Wachstumsziele weiter auf unsere Logistik-Kompetenz setzt“, freut sich Jürgen Wolpert. Die Investitionen belaufen sich auf gut 15 Mio. Euro.

Investiert wird aber auch in anderen Bereichen. So steht für die Jahre 2016/2017 die Inbetriebnahme eines neuen Transport-Management-Systems auf dem Programm. Michael Tillner: „Allein in diesem Jahr werden wir über 1,1 Millionen Euro in Hard- und Software investieren.“ Außerdem wurden zur Jahreswende die beiden neuen Zentralbereiche Prozessmanagement sowie Qualitäts- und Umweltmanagement installiert. „Hier laufen künftig die Fäden für alle Niederlassungen zusammen“, begründet Michael Tillner die neue Organisationsstruktur.

Beim Frühstück Kontakte pflegen

Eine weitere Neuerung, die Anfang 2013 auf den Weg gebracht worden ist, nennt sich ‚Quartalsfrühstück‘. Die Idee: Die Zufall-Geschäftsführer frühstücken an jedem Standort drei bis vier Mal im Jahr mit interessierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Dabei werden Fragen beantwortet, Ideen diskutiert und Anregungen ausgetauscht. „Uns ist die Nähe zu den Mitarbeitern sehr wichtig“, freut sich Peter Müller-Kronberg über den großen Zuspruch aus dem Unternehmen. Und Jürgen Wolpert ergänzt: „Als Geschäftsführer wollen wir ganz sicher nicht im Elfenbeinturm sitzen, sondern im gesamten Unternehmen präsent sein und viel miteinander kommunizieren.“ Das Konzept kommt gut an: Für das Jahr 2014 sind bereits 23 Termine an sieben Standorten fest anberaumt. Die Geschäftsführer rechnen mit gut 250 ‚Frühstücksgästen‘.

Optimistischer Geschäftsverlauf für 2014 erwartet

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet die Zufall logistics group mit einer leichten Umsatzsteigerung von 2 Prozent. „Mit der Entwicklung der ersten Monate sind wir zufrieden“, betont Zufall-Geschäftsführer Peter Müller-Kronberg.