“Alles außer Trikots und Bandenwerbung“

© Alciro Theodoro da Silva
Text von: Belinda Helm

Der Geschäftführer der Gandersheimer Domfestspiele, Ulrich Klötzner, und Unternehmer und Stiftungsgründer Gerd Litfin sprechen im faktor-Interview über kulturelles Engagement und die Verantwortung dafür jenseits der öffentlichen Hand.

Herr Litfin, genügt Ihnen das kulturelle Angebot in der Region?
Litfin: Ja, ich denke schon, dass das Angebot hervorragend ist, was man an einem Standort wie Göttingen nicht unbedingt erwartet. Es gibt viele Städte in Deutschland, die eine ähnliche Größe haben, aber bei weitem nicht so viel bieten.

Sehen Sie das auch so, Herr Klötzner?
Klötzner: Ja, unbedingt. Manches kann man natürlich nicht haben, entweder, weil das Angebot in der Nachbarschaft schon existiert, oder aber weil die Umsetzung zu teuer wäre, und das Geld in anderen Bereichen dringender gebraucht wird. Ein großes Problem ist meiner Meinung nach aber, dass sich die Region unbedingt anders präsentieren muss.

Inwiefern?
Klötzner: Natürlich ist Göttingen der Leuchtturm der Region, aber es finden eben noch ganz viele andere großartige Dinge in der Umgebung statt. Man müsste also unbedingt das regionale Angebot zusammenfassend und vollständig präsentieren. Und das genau gestaltet sich sehr schwierig, zumal schon die Politiker sehr unterschiedliche Vorstellungen von der Region haben.

Litfin: Es wäre ganz entscheidend, dass es überhaupt mal ein tagesaktuelles Programm für die gesamte Region gäbe. Hier und da gibt es im Internet zwar Auflistungen, die aber meist nicht vollständig sind. Uns geht es zum Beispiel ganz häufig so, dass wir am Montag die Zeitung aufschlagen und von einer Veranstaltung lesen, die wir unglaublich gern besucht hätten, von der wir aber einfach nichts wussten. Und das ist schon sehr, sehr ärgerlich. Das kann sich eine Region einfach nicht erlauben.

Klötzner: Dazu kommt: Wenn man das ganze mal auflisten würde, gäbe es sicherlich bei ganz vielen auch ein Aha-Erlebnis, was eigentlich alles an kulturellem Angebot da ist. Vielleicht müsste man zum Beispiel am Göttinger Bahnhof eine große Wand einrichten, an der alle kulturellen Aktivitäten der Region präsentiert werden, und der Besucher sich sofort denkt: „Wow.“

Litfin: Das trifft den Punkt: Man muss das Angebot kennen. Wenn da nichts passiert, vergibt man einen großen Teil des Kulturmarketings und eine Riesenchance für die Region.

Herr Klötzner, nach dreißig Jahren am Deutschen Theater in Göttingen haben Sie für zwei Jahre die Geschäftsführung am Zürcher Schauspielhaus übernommen und sind jetzt bei den Festspielen in Gandersheim. Liegen da nicht Welten zwischen?
Klötzner: Ja, das war schon eine ziemliche Diskrepanz. Als ich in Gandersheim anfing, habe ich mich natürlich auch mal gefragt: „Oh Gott, wo ich da jetzt wohl landen werde?“ Damals war gerade die jährliche Gala angesetzt, bei der sich das aktuelle Ensemble den Fördervereinsmitgliedern vorstellt. Und das war dann aber so überzeugend, dass meine Zweifel schnell verflogen waren. Klar, man findet dort sicherlich nicht die ganz großen Namen, höchstens hin und wieder einmal. Und wenn wir vom Geld reden, dann sind es natürlich mehrere Welten, die zwischen der Schweiz und Gandersheim liegen. Aber was da künstlerisch passiert, ist auf jeden Fall sehr akzeptabel und gut.

Ist dann die Geldfrage auch die besondere Herausforderung in Gandersheim?
Klötzner: In der Schweiz war zwar das Budget um ein Vielfaches höher, aber ein Kampf war es auch. Es wird eben auf anderer Ebene gekämpft. Kultur zu machen, bedeutet immer auch eine starke Auseinandersetzung zwischen denen, die aufs Geld aufpassen müssen und der Kunst, und auf der anderen Seite denjenigen, die aufs Geld aufpassen müssen und Kultur bezahlen sollen.

Und wie ist die aktuelle finanzielle Lage in Gandersheim?
Klötzner: Die Finanzierung empfinde ich als katastrophal. Immerhin nehmen wir zwei Drittel unseres Budgets selbst ein. Also von 1,35 Millionen Euro sind das 900.000 Euro, das ist wirklich ein sehr guter Beitrag. Dieses jährlich benötigte Geld, das für einen Kulturbetrieb ja eigentlich ziemlich wenig ist, ist vertraglich nicht abgesichert, weder vom Land noch vom Bund, und muss jedes Jahr wieder neu eingeworben werden. Das heißt, wir müssen jedes Jahr wieder neu anfangen zu betteln. Es ist sogar so, dass wir im Oktober anfangen, Verträge zu schließen, ohne dass wir wissen, ob die Beträge, die wir eingeworben haben, auch tatsächlich kommen, ob die Stiftungen parat stehen, ob das Land noch mitmacht. Als Geschäftsführer der GmbH tragen wir damit ein unverhältnismäßig großes Risiko, was im Kulturbereich zwar nicht unüblich ist. Aber es ist eigentlich auch kein zumutbarer Zustand.

Ist das hohe Risiko auch ein Grund, weshalb es erst jetzt zur Umwandlung der Festspiele von einem Regiebetrieb, der in die Stadtverwaltung eingegliedert ist, in eine GmbH kam?
Klötzner: Vielleicht. Zudem gibt man Dinge, die nach außen gut funktionieren, ungern aus der Hand. Man möchte sich als Stadt ja auch damit schmücken können und mitwirken.
Litfin: Und man muss ja auch erstmal so mutige Leute finden, die die GmbH gründen und betreiben, denn da gilt ein knallhartes Insolvenzrecht. Und die öffentliche Hand liegt im Allgemeinen nicht mehr schützend darüber. Da geht es dann nur noch darum, ob die eigene Liquidität ausreichend ist.

Dennoch war die Gründung einer GmbH für Sie, Herr Klötzner, Bedingung, um überhaupt nach Gandersheim zu kommen…
Klötzner: Ja. Zwar steht jetzt niemand mehr hinter einem, der, auch wenn es ihm schwerfällt, die finanziellen Risiken trägt. Ganz klar ein elementarer Nachteil. Aber: Das nicht mehr Mitwirken der politischen Gremien ist ein unschätzbar großer Vorteil. Wir können nun Entscheidungen treffen, die sonst womöglich erst der Zustimmung des Rates oder eines Verwaltungsausschusses bedurft hätten. Wenn jetzt heute zum Bespiel ein potentieller Förderer zu uns sagt, „Ich kann nicht 20.000 Euro zahlen, sondern nur 15.000 Euro“, dann habe ich eben die Möglichkeit zu sagen: „Machen wir 17.000 draus, und die Sache stimmt.“ Das sichert mitunter das Überleben.

Ist dieses ständige Bangen ums Überleben nicht manchmal unendlich anstrengend und frustrierend?
Klötzner: Wir Kulturschaffenden arbeiten nun mal meist in einem Bereich, wo am Ende keine schwarze Zahl steht. Das ist einfach so. Wichtig ist, dass man für sich weiß, man geht mit fremdem Geld um, und hat das gefälligst vernünftig zu tun. Ansonsten funktioniert ein Kulturbetrieb ja ähnlich wie andere Einrichtungen, die in der Gesellschaft eine Funktion übernehmen und dennoch nicht kostendeckend arbeiten können. Und da gibt es eine ganze Menge: die Polizei, die Verwaltung, die Schulen. Wenn die sich alle grämen würden, wäre das ja furchtbar.

Herr Litfin, wenn man sich mit Ihrer Biografie beschäftigt, wird einem beinahe schwindelig. Man kann also davon ausgehen, dass Sie die Susanne und Gerd Litfin Stiftung vor vier Jahren kaum aus Langeweile gegründet haben...
Litfin: Ein wesentlicher Triebfaktor war, dass ich der Gesellschaft, die mir viel gegeben hat, etwas zurückgeben möchte. Ich habe zum Beispiel eine sehr ordentliche Ausbildung an der Uni in Hannover bekommen. Zum Physiker und zum Menschen. Damit konnte ich im Leben erfolgreich sein. Es gibt aber natürlich auch noch andere Komponenten: die vielen interessanten Initiativen in der Region, die alle diese Schwierigkeiten haben, die Herr Klötzner gerade geschildert hat. Tragisch ist dabei ja, dass deren Umsetzung zum Teil an relativ geringen Summen hapert. Und da kann man eine Menge Hilfe leisten. Das ist mir ein Anliegen als Unternehmer, aber auch ein persönliches.

Was sind die Förder-Schwerpunkte der Stiftung?
Litfin: Grundsätzlich gibt es vier Bereiche, die wir fördern: Wissenschaft und Forschung, Bildung und Erziehung, Kunst und Kultur und Kirche und Sozialeinrichtungen. Wir haben das extra so breit aufgestellt, weil wir glauben, dass es in allen Bereichen Notwendigkeiten gibt. Wir möchten Projekte fördern, die einen regionalen Bezug haben, die innovativ sind, eine Anschubfinanzierung benötigen und die der Allgemeinheit zugänglich sind. Projekte, die eine nachhaltige Wirkung besitzen und nach zwei, drei Förderungen auch eigenständig bestehen können, wie zum Beispiel die Epoche F. Da haben wir gemeinsam mit der Stiftung Jugend musiziert eine neue Linie mit moderner Musik in Göttingen etabliert, und eine dritte Förderung war schon gar nicht mehr notwendig.

Das heißt, Sie geben auch Förderzusagen über einen längeren Zeitraum?
Litfin: Ja, unbedingt. Letztendlich entscheidet das natürlich das Kuratorium, aber eine Nachhaltigkeit ist uns wichtig. Allerdings sagen wir schon von Anfang an, dass die Förderung weniger werden wird und auch ausläuft. Das Ziel ist immer eine Selbständigkeit der Projekte. Denn wenn der Erfolg sichtbar wird, findet man in der Regel auch Sponsoren, die übernehmen, oder das Land steigt mit ein.

Herr Klötzner, wie bewerten Sie dieses Engagement?
Klötzner: Ich habe in Zürich, wo das Mäzenatentum ausgeprägter ist als bei uns hier und extrem viele wohlhabende Leute leben, mal einen Sponsor der Oper und des Schauspielhauses in Zürich kennengelernt. Auch er will seinem Land, seiner Stadt etwas zurückgeben. Das hat mich sehr beeindruckt. Ich glaube ganz fest, dass so ein Engagement nicht nur ein Zurückgeben ist, sondern auch ein Bekommen. Selbst Privatleute, die dabei helfen ein Projekt zu realisieren, beschenken sich selbst. Dieser Zürcher, zum Beispiel, hat das sehr genossen, ist richtig in seiner Rolle als Mäzen aufgegangen. Das muss man natürlich nicht so ausleben, aber man kann, und man hilft dabei anderen und sich selbst. Viele haben das aber leider noch nicht so gemerkt, und es ist sehr schwierig, an diese Personen heranzukommen.

Litfin: Ich kann nur bestätigen, dass es ein schönes Gefühl ist, wenn man ein Projekt mit gefördert hat, und es kommt dann dabei etwas Tolles heraus. Das macht dann schon richtig Freude. Vor allem wenn man sieht, mit wie viel Begeisterung das Ensemble oder die Beteiligten bei der Sache sind.

Und weshalb gibt es in Deutschland dann viel weniger private Förderer als in der Schweiz oder den USA zum Beispiel?
Litfin: Die geringere Anzahl der Stifter hängt meiner Meinung damit zusammen, wie viel man dem Staat schon vorweg zurückgibt. Denn wenn Sie die Steuerlast in der Schweiz mit der Steuerlast in Deutschland vergleichen, wissen Sie, warum es in der Schweiz viel mehr Stifter gibt.

Klötzner: Das ist schon richtig. Aber wenn ich in Deutschland großer Unternehmen oder Privatier bin, wird zwar viel „weggesteuert“, aber es bleibt auch sehr viel. Ich glaube, das ist eher ein emotionales Problem. Da sagt man sich eben, ich bekomme schon so viel abgezockt, deswegen will ich nichts mehr geben. Eine Frustrationshaltung. Denn genug Geld, Herr Litfin, darüber sind wir uns doch einig, ist sicherlich da. Unser Problem ist: Da, wo die Leute leben, kommt nicht mehr genug Geld an. Viele Einrichtungen werden zugemacht, besonders im Kulturbereich. Um das zu verhindern, muss jetzt eben jeder etwas leisten, egal ob Privatmensch oder Unternehmer. Oder die Dinge verschwinden einfach. Wir sind auf zusätzliches Engagement jenseits der öffentlichen Zuwendungen angewiesen.

Ist das Kultur-Sponsoring von Unternehmen denn an bestimmte Bedingungen geknüpft?
Klötzner: Grundsätzlich gibt es unterschiedliche Ansätze. Da gibt es die Unternehmer, die sich mit Kultur-Sponsoring in erster Linie etwas für ihr Unternehmen erhoffen, also ein positives Image. Dieser Unternehmer wird sicherlich nicht besonders kritische oder polarisierende Theaterstücke fördern, weil er damit sein Ziel nicht erreicht. Andererseits gibt es auch Unternehmen, die sich als Kulturunterstützer verstehen. Die haben dann weniger Probleme damit. Grundsätzlich gilt aber: Die Bühne ist und bleibt immer ein werbefreier Raum. Man empfindet Werbung im Kulturbereich zwar nicht mehr als tödlich, sondern als akzeptabel in einem bestimmten Rahmen. Aber dabei gilt für mich immer: keine Trikots und keine Bandenwerbung.

Sie befürchten also nicht, dass es trotz steigernder Abhängigkeit von privaten Geldgebern zu einer Art Zensur kommen könnte?
Klötzner: Nein, das kann man so nicht sagen. Die Unternehmen üben eigentlich keinen Einfluss auf die Inszenierung aus, sondern sorgen dafür, dass man sich einen bestimmten Regisseur oder Sänger leisten kann, der sonst nicht drin wäre. Wir müssen manchmal auch Dinge tun, damit wir uns andere leisten können. Auch mit Sicht auf das Publikum. Wenn ich einen Publikumsliebling auf dem Spielplan habe, schaffe ich mir ja selbst Platz für eine andere Sache, die mir künstlerisch wichtiger ist, die aber vielleicht nicht so gut ankommt. Außerdem kann man nur allen Sponsoren raten, sich von der Bühne fern zu halten, denn das wäre der Tod der Kultur.

Litfin: Das liegt aber auch gar nicht im Interesse der Industrie. Wenn man anschaut, was die Industrieunternehmen motiviert, zu sponsern, dann gibt es natürlich die Großen, die ihren Namen damit aufbauen. Bei den Kleineren liegt das Interesse des Firmenchefs im Vordergrund. Wenn der Spaß daran hat und ein Interesse, dass Kultur in der Stadt ist und bleibt, wird der auch Kultur fördern. Ich habe ja in den Jahren 1990 bis 1995 die Umstellung der Finanzierung bei den Händel-Festspielen gemacht, damals sind die Bundesmittel weggefallen, und ich musste erstmals überhaupt ordentliche Sponsoren finden. Gott sei Dank habe ich schnell eine Million D-Mark zusammenbekommen, was schon ein Brocken war. Und bekommen habe ich das Geld, weil Firmenleiter, wie von der Gothaer, Linos oder Sartorius gesagt haben, das ist uns wichtig, wir wollen das unbedingt fördern.

Also nicht aus einer Selbstdarstellung heraus?
Litfin: Nein, gar nicht, die sind zwar hin und wieder genannt worden, aber auch nicht immer ganz glücklich, muss man heute sagen. Selbstdarstellung spielt für das Unternehmen meiner Meinung nach eher eine untergeordnete Rolle. Kulturförderung kann ja auch ein zweischneidiges Schwert sein. Denn die Zeiten sind ja nicht immer rosig. Wenn ein Unternehmen fördert, dem es wirtschaftlich nicht gut geht, das vielleicht sogar Mitarbeiter entlässt, stößt das intern natürlich auf Unmut. Manchmal ist es also besser, man tritt als Unternehmen lieber nur schwach in Erscheinung.

Klötzner: Ja, ich habe auch Verabredungen mit Unternehmen getroffen, bei denen wir die Summe, die gezahlt wird, nicht bekanntgeben, einfach weil die Unternehmen vielleicht sofort mit Kürzungen reagieren müssten, wenn es wirtschaftlich mal schlechter läuft.

Litfin: Mitarbeiter haben häufig kein Verständnis dafür, dass überhaupt Geld für Kultur gegeben wird, weil sie es zum Teil eben selbst nicht nutzen. Als Unternehmensleiter muss man an der Stelle schon einen breiten Rücken haben und eben auch eine persönliche Neigung. Sonst macht man das höchstwahrscheinlich nicht.

Warum ist Kultur für eine intakte Gesellschaft überhaupt so wichtig?
Litfin: Kultur ist Teil unseres Wertesystems. Man braucht sie, wenn man Werte entwickeln und behalten möchte. Kultur umfasst dabei ja viel mehr als Theater, Musik, Kunst. Auch die Wissenschaften, die Naturwissenschaften insbesondere, gehören dazu. Dieser ganze Bereich ist es, der die Menschen voranbringt. Der dafür sorgt, dass die Werte einigermaßen stimmen.

Ist die Kultur also tatsächlich auch Seismograf für gesellschaftliche Veränderungen?
Klötzner: Theater ist meiner Meinung nach einer der letzten Orte, an denen Situationen neu aufgegriffen werden, aktuelle und traditionelle Dinge in Frage gestellt werden. Im Fernsehen geschieht das ja kaum noch, da spielen nur noch die Quoten eine Rolle. Kreative, kulturelle Bereiche animieren uns nicht nur zum Hingucken, sondern auch zum Nachmachen. Sie bereichern damit unser Leben. Auch die Inszenierungen, die einen zunächst vielleicht geärgert haben, haben sicherlich auch Sichtweisen verändert. Sie machen einen toleranter. Leute, die regelmäßig ins Theater gehen, sind meiner Meinung nach nicht so leicht zu schrecken. Theater verändert Toleranzen. Und das ist für das Mensch werden, bleiben und sein, für unser Miteinander, von wesentlicher Bedeutung.

Vielen Dank für das Gespräch!

Zu den Personen:

Ulrich Klötzner, 64, war 30 Jahre lang Geschäftsführer des Deutschen Theaters in Göttingen. Zwei Jahre lang leitete er die Geschäfte im Zürcher Schauspielhaus, seit vergangenem Herbst macht er das für die Gandersheimer Domfestspiele, deren Umwandlung in eine GmbH er unter anderem begleitete.

Gerd Litfin, 63, Physiker und erfolgreicher Unternehmer (unter anderem über sechs Jahre lang Vorstandsvorsitzender der Linos AG und anschließend Vorsitzender des Aufsichtsrates) gründete 2006 mit seiner Frau Susanne die gemeinnützige Susanne und Gerd Litfin Stiftung, die sich für kulturelle, wissenschaftliche und soziale Projekte engagiert.