Alba Berlin siegt in der ausverkauften Sparkassen Arena

© Christian Reinhard
Text von: redaktion

Am Sonntag, 8. März 2015 empfing die BG Göttingen die Albatrosse aus Berlin. Johan Roijakkers forderte von seinem Team volle Einsatzbereitschaft und Kampfgeist beim Spiel gegen die Hauptstädter und er sollte nicht enttäuscht werden. Am Ende siegte der klare Favorit nur knapp mit 81:86.

Für die Veilchen starteten Khalid El-Amin, Acha Njei, Alex Ruoff, Dominik Spohr und Raymar Morgan in die Partie. Von Beginn an verteidigten beide Teams sehr früh und aggressiv. Ein Abtasten fand überhaupt nicht statt. In der ausverkauften Sparkassen Arena ging es direkt zur Sache. In einem offenen Schlagabtausch konnten sich die Albatrosse erst kurz vor dem Ende des ersten Viertels ein kleines Punkte-Polster aufbauen und gingen mit einer 21:29-Führung in die erste Viertelpause. Auf Seiten der Göttinger war es ein Spiel mit vielen Fouls in der Anfangsphase. Raymar Morgan verbuchte nach nur neun Minuten bereits drei persönliche Fouls. Insgesamt wurde das erste Viertel auf beiden Seiten durch insgesamt 15 Fouls und 18 Freiwürfe sehr häufig unterbrochen.

Zu Beginn der zweiten zehn Minuten konnten die Gäste ihre Führung zuerst ein wenig ausbauen, doch ein stark aufspielender Alex Ruoff hielt sein Team mit drei von vier Dreiern in der ersten Halbzeit im Spiel. Khalid El-Amin sorgte schon zur Halbzeit für fünf Assists und übernahm die Aufgabe des Dirigenten auf dem Parkett. So schafften es die Göttinger sich das zweite Viertel zu sichern und verkürzten den Rückstand auf nur noch fünf Punkte. Mit 45:50 ging es in die Kabine. Nach dem Seitenwechsel erlebten die 3.447 Zuschauer in der Sparkassen Arena eine sensationelle Defensivleistung des Teams von Johan Roijakkers. Die Göttinger waren hellwach und setzten die Gäste enorm unter Druck. Erst nach drei Minuten erzielte Alex Renfroe mit einem Treffer aus der Ferndistanz die ersten Punkte nach dem Seitenwechsel. Die nächsten Punkte legte der US-Amerikaner ebenfalls auf. Dies dauerte jedoch erneut drei Minuten. Nach sieben Minuten im dritten Viertel punkteten die Albatrosse nur zwei Mal und so kamen die Veilchen wieder an die Gäste aus Berlin heran. Erneut war es Alex Ruoff, der mit seinem Pass auf Harper Kamp in den letzten Sekunden des dritten Durchgangs die Veilchen im Spiel hielt. Nach dem zweiten Viertel entschieden auch die Göttinger so auch den dritten Durchgang für sich. Mit einem Rückstand von vier Punkten ging es in die letzten zehn Minuten. Mit den Fans im Rücken spielte die BG Göttingen befreit auf. Mit einem 11:0-Lauf marschierten Alex Ruoff, Robert Kulawick und Co. zu einer 7-Punkte-Führung. Sasa Obradovic tobte an der Seitenlinie. Nach einer Auszeit in der 37. Minute war es jedoch ein Albatros, der der Partie seinen Stempel aufdrückte. Niels Giffey versenkte in knapp zwei Minuten drei wichtige Dreier aus der Ferndistanz und führte so das Team aus Berlin zum Sieg.

Ebenfalls großen Anteil am 81:86-Sieg der Albatrosse hatte Alex Renfore, der mit 16 Punkten, 6 Rebounds und 9 Assists bester Mann der Berliner war.

Stimmen zum Spiel

Johan Roijakkers (Head Coach BG Göttingen)

„Ich bin zufrieden mit der Leistung meiner Jungs. Wir wollten heute den Fokus ein wenig mehr auf die Defensive legen, das sieht man vielleicht nicht an den 86 Punkten. Wie oft wir ein Euroleague-Team bis in die letzten Sekunden der 24-Sekunden-Uhr verteidigen konnten, war bemerkenswert. Im ersten Spiel der Saison hatten wir keine Chance gegen ALBA BERLIN. Ich bin ich sehr zufrieden wie sich das Team in der Saison entwickelt hat. Am Ende hat man jedoch einen deutlichen Unterschied gesehen. Niels Giffey bekommt drei Mal den Ball und trifft sicher aus der Ferndistanz. Auf der anderen Seite hatten wir auch einige freie Dreier, die wir dann nicht treffen. Aus diesem Grund steht ALBA BERLIN in der Tabelle klar vor Göttingen. Ich möchte mich auch bei unseren Fans bedanken. Das war eine großartige Atmosphäre in der wir spielen durften.“

Sasa Obradovic (Head Coach ALBA BERLIN)

„Es war ein toller Sieg in einer großartigen Atmosphäre mit besonderen Fans. Wir haben einen guten Job gemacht. Johan macht hier einen klasse Job in dieser Saison. Der Teambasketball, den Göttingen spielt, ist etwas sehr besonderes. Gegen solche Mannschaften ist es immer sehr schwer zu spielen. Mit dem Großteil des Spiels bin ich sehr zufrieden. Für eine Weile mussten wir aufgrund der Verletzungen mit einer kleinen Rotation spielen, was sich bemerkbar gemacht hat. Am Ende ist es dann eine sehr stabile Wurfquote von Niels Giffey, die den Sieg herbeiführt. Er hatte in den letzten Spielen auch ein paar Probleme mit seiner Form, auch aus diesem Grund bin ich sehr froh, dass er das Team zum Sieg führen konnte. Er ist ein toller Spieler mit einer großartigen Trainingsmentalität. Ich möchte auch unseren Fans danken, die mit nach Göttingen gereist sind und uns unterstützt haben.“

Spielerstatistiken

Kulawick (10 Punkte/ 3 Steals), Ruoff (23/ 2 Rebounds/ 5 Assists), Morgan (16/5/1), Spohr (3/5/2), Onwuegbuzie (-), Godbold (3/5/3), Bahiense de Mello (3/-/1), Kamp (6/1/2), Njei (6/1/1), Boakye (-), El- Amin (9/2/5), Boykin (2/1)