Aha-Effekt

© Entscheider Medien GmbH
Text von: redaktion

Kontakte, Aufträge und Ideen: So haben die Teilnehmer von der 1. Entscheider-Messe profitiert.

Gute Geschäftsbeziehungen sind für ein Unternehmen schon einmal die halbe Rendite. Als regelmäßige Keimzelle dafür könnte sich die „Entscheider-Messe“ entpuppen. Die Premiere des regionalen Netzwerk-Ereignisses im Juni in der Göttinger Lokhalle bildete in den Augen der Teilnehmer jedenfalls einen gelungenen Auftakt.

„Wir haben interessante Kontakte geknüpft. Dadurch haben sich einige Geschäfte angebahnt, die sonst vermutlich an uns vorbeigegangen wären“, zeigt sich Mark Berke, Geschäftsführer des Büroausstatters Kassebeer aus Northeim, begeistert. „So manches Gespräch endete mit einem ‚Aha-Effekt‘, weil viele noch gar nicht unsere sämtlichen Dienstleistungen kannten. Dabei die

richtigen Ansprechpartner als Gegenüber gehabt zu haben – das war wirklich effektiv“, freut sich Daniela Ruhstrat, Marketingleiterin

von Ruhstrat Haus- und Versorgungstechnik aus Göttingen.

„Im Vordergrund steht, dass Entscheider aufeinander zugehen. Das hat gut funktioniert“, zieht Messe-Vorstand und Initiatior Andreas Bosk eine positive Premierenbilanz. Einen Überblick vom unternehmerischen Reichtum vor Ort gewinnen – und letztlich Aufträge hier statt in die Ferne vergeben, so lauten die Ziele der „Entscheider-Messe“, die von mit veranstaltet wird.

Einer Umfrage zufolge wurden die Erwartungen vieler der 2.500 Fachbesucher und rund 120 Aussteller erfüllt. Mehr als ein Drittel freute sich über geknüpfte Kontakte, jeder Vierte über neue Kooperationspartner, und jeder Fünfte erklärte, Anregungen für Geschäftsideen gesammelt zu haben. Dies ergab eine nicht repräsentative Online-Befragung des Göttinger Marktforschungsunternehmens eResult unter rund 200 Messeteilnehmern. Sie zeigt deutliche Trends auf: So empfand die Hälfte der Teilnehmer die Messe als ideale Gelegenheit, bestehende Kontakte auszubauen. Darunter auch der Fachbaumarkt Lünemann aus Göttingen. „Man konnte sich einmal ganz ausführlich unterhalten. Im Geschäftsalltag bleibt dafür doch oft zu wenig Zeit“, sagt Geschäftsführer Josef Petermann.

Die reichlich vorhandenen Lounges, Sitzgruppen und die Restaurant-Zone boten eine lockere Atmosphäre. Das kam an. „Es entstanden spannende Gespräche. Wir hatten richtig Spaß“, so das Fazit von Mark Berke. Nur wenige Umfrageteilnehmer konnte das innovative Messe- Konzept, bei dem die Vermarktung von Produkten und Dienstleistungen erst an zweiter Stelle steht, nicht erwärmen. Über 60 Prozent gaben der „Entscheider-Messe“ die Gesamtnote eins oder zwei. Viele wollen auch bei der Neuauflage dabei sein.

Dann wollen die Veranstalter noch stärker – dieses Mal unterrepräsentierte – Teilnehmer aus Nordhessen und Westthüringen anlocken. Zudem soll die Fachbesucher-Akkreditierung flexibler gestaltet werden. Um die „Entscheider- Messe“ schon bald zu einem „Fixpunkt im Wirtschaftsleben der Region“ zu etablieren, wird sie laut Andreas Bosk bereits im Mai 2008 wiederholt. Ab dann soll sie – dem allgemeinen Wunsch entsprechend – jeweils im zweijährigen Turnus ihre Tore öffnen.

Text: BERTI KOLBOW