Achtfacher Spatenstich

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Text von: redaktion

Am 29. August 2011 begann offiziell die etwa zweieinhalbjährige Bauzeit des Neubaus des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung (MPS) in Göttingen.

Zum Spatenstich hatten sich nahezu 200 Gäste aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft am Bauplatz am Justus-Liebig-Weg unweit des Nordcampus der Universität Göttingen eingefunden.

„Dieses Institut hat Weltruf. Keine andere Forschungseinrichtung in Niedersachsen war an so vielen Missionen großer und internationaler Weltraumagenturen wie NASA und ESA beteiligt. Messinstrumente aus Katlenburg-Lindau sind unter anderem zum Mond und zur Venus geflogen. Das Tor zum Weltall steht bei uns in Niedersachsen“, betonte der Ministerpräsident in seiner Rede.

Damit dieses „Tor zum Weltall“ seine Arbeit auch in den kommenden Jahren erfolgreich fortsetzen könne, sei der Umzug nach Göttingen unvermeidbar, betonte der Geschäftsführende Direktor des MPS, Ulrich Christensen. Denn das alte Gebäude in Katlenburg-Lindau, das ursprünglich der Atmosphärenforschung diente, ist den Anforderungen der heutigen wissenschaftlichen Ausrichtung nicht mehr vollständig gewachsen.

So rückt das MPS mit dem Umzug im April 2014 näher an den Göttingen Research Campus heran, einen Zusammenschluss der Universität Göttingen und weiteren außeruniversitären Forschungseinrichtungen.

„Wissenschaft gedeiht am besten in einem Umfeld, in dem exzellente Wissenschaftler an verwandten Fragen arbeiten und ihre Kräfte bündeln“, so Christensen. .„Es entsteht ein Kompetenzzentrum an der Schnittstelle von Astrophysik und Sonnensystemforschung“, sagt die Niedersächsische Wissenschaftsministerin Johanna Wanka.

„Die Max-Planck-Gesellschaft und die Universität pflegen seit langem eine enge und erfolgreiche Forschungspartnerschaft“, betonte Peter Gruss, Präsident der MPG in seiner Rede. Auch das MPS arbeite mit der Universität seit den 50er Jahren eng zusammen – allerdings am Standort Katlenburg-Lindau unter erschwerten Bedingungen.

Als weiteres Beispiel für diese Zusammenarbeit nannte Ulrike Beisiegel, Präsidentin der Universität Göttingen, die gemeinsame Berufung von MPS und Universität in Frühjahr dieses Jahres. „Wir freuen uns auf die Forscherinnen und Forscher aus Lindau“, ergänzte Göttingens Oberbürgermeister Wolfgang Meyer.

Das MPS, das schon immer fester Bestandteil der südniedersächsischen Wissenschaftslandschaft gewesen sei, werde jetzt zu einer festen Forschungsgröße in Göttingen. Die neue Heimat des MPS entsteht in den nächsten Jahren zwischen Hans-Adolf-Krebs-Weg und Justus-von-Liebig-Weg in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Gebäuden der Physikfakultät auf den Nordcampus der Universität Göttingen.

Der Neubau wird unter anderem Reinräume, Labore, eine etwa neun Meter hohe Ballonhalle, Werkstätten, Bibliothek, Hörsaal, Kindertagesstätte und Gästewohnungen umfassen.