Abriss von Haus 3

©EKW
Text von: redaktion

Vor wenigen Tagen hat der Abriss von Haus 3 auf dem Gelände des Evangelischen Krankenhauses Göttingen-Weende 'An der Lutter 24' begonnen. An der Stelle wird bis 2021 ein großer Neubau entstehen, in den unter anderem die Abteilung Pneumologie aus Lenglern mit über 100 Betten einziehen soll.

Gebaut wurde das Haus 3 im Jahre 1937 als Teil der Artillerie-Kaserne Weende. Architekt war Friedrich Pfaehler vom Heeresbauamt Göttingen. Nach dem Zweiten Weltkrieg diente die Kaserne britischen Truppen als Kaserne. Nachdem diese 1950 abgezogen waren, wurden die Bauten als Krankenhaus genutzt. In den 50er Jahren übernahm die evangelische Schwesternschaft des Diakonissen-Mutterhauses Ariel die Krankenpflege. In Haus 3 waren neben dem Mutterhaus unter anderem Arztzimmer, die Verwaltung des Krankenhauses, die Klinikseelsorge, die Medizintechnik und die Krankenpflegeschule beheimatet.

In der Trägerschaft des Diakonissenmutterhauses Ariel e. V. entstand auch das Hospiz an der Lutter, das seit 1992 im Erdgeschoss von Haus 3 sein Domizil hatte. Während 1992 zunächst
das ambulante Hospiz einzog, folgte 1997 das stationäre Hospiz. Nachdem mit Elisabeth Hoyer 2016 die letzte noch lebende Diakonisse verstarb und sowohl die Krankenpflegeschule 2016 als auch das Hospiz 2017/2018 an den Standort Neu-Mariahilf des Evangelischen Krankenhauses Göttingen-Weende umgezogen sind, ist nun die Zeit für den Abriss gekommen, um Raum für Neues zu schaffen.

An anderer Stelle der Klinik wird bereits kräftig gebaut: So wird derzeit die Radiologie-Abteilung vergrößert, wo ein neues MRT-Gerät seinen Standort bekommt. Der OP-Trakt wurde um einen
Aufenthaltsbereich für das Personal erweitert, und an der Zentralen Notaufnahme (ZNA) zieht in Kürze ein neues CT-Gerät ein.