Ab Januar 2009 Kurzarbeit bei Sartorius

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Text von: Redaktion

Das Unternehmen verhandelt zurzeit mit den Arbeitnehmervertretungen über den Abschluss entsprechender Betriebsvereinbarungen. Am Sartorius-Stammsitz in Göttingen werden ca. 1.000 Personen betroffen sein.

Wegen einer deutlich rückläufigen Nachfrage nach Produkten der Wäge- und Kontrolltechnik passt die Sartorius AG ihre Produktionskapazitäten in der Mechatronik-Sparte an. „Unser Mechatronik-Geschäft ist grundsätzlich beeinflusst von Konjunkturschwankungen. Gleichwohl war bei Vorlage unserer Zahlen zum dritten Quartal noch kein Effekt der Wirtschaftskrise zu sehen“, erläutert Joachim Kreuzburg, Vorstandsvorsitzender der Sartorius AG, die Geschäftsentwicklung. „Seit November spüren wir jedoch eine deutliche Kaufzurückhaltung bei unseren Kunden und richten uns auf schwierige erste Monate in 2009 ein. Wir reagieren schnell und konsequent auf die veränderten Rahmenbedingungen, um dann auch zügig wieder aus der Wirtschaftskrise herauszukommen.“

Bis Jahresende soll die Kapazitätsanpassung über den Abbau von Zeitguthaben und Urlaub dargestellt werden. Ab Januar 2009 beabsichtigt Sartorius, für die Mitarbeiter der Mechatronik-Sparte Kurzarbeit einzuführen und auch die Arbeitszeit der Mitarbeiter in der Administration zu senken. Vorstand und leitende Angestellte kündigten an, sich durch entsprechenden Gehaltsverzicht an den Sparmaßnahmen zu beteiligen. Auch an weiteren weltweiten Mechatronik-Standorten des Konzerns werden derzeit Maßnahmen zur Kostensenkung implementiert.

Die Geschäftsentwicklung in der zweiten Sartorius-Sparte, der Biotechnologie, verläuft weiterhin stabil. Die Hauptkundengruppe dieser Sparte ist die biopharmazeutische Industrie, die erfahrungsgemäß wenig konjunkturanfällig ist.