86 Solargenossen sorgen für Blitzstart in Duderstadt

Text von: redaktion

Die “Duderstädter Solargenossenschaft eG“ ist unter Dach und Fach. Noch in diesem Jahr wird sie auf einigen städtischen Dächern Photovoltaikanlagen errichten, um Sonnenergie zu ernten und mit dem Absatz des erzeugten Stroms eine Dividende zu erwirtschaften.

Mit über 100 Teilnehmern fand die Gründungsveranstaltung Ende Oktober im historischen Rathaus von Duderstadt statt.

„Die kühnsten Erwartungen sind übertroffen“, freute sich Bürgermeister Wolfgang Nolte, denn bereits an diesem Abend haben 86 Genossen ihren Beitritt erklärt und 137.000 Euro zur Verfügung gestellt.

Erfreulicherweise sind auch sieben Institutionen mit im Boot: Die Vertreter der ebenfalls an diesem Abend beigetretenen Volksbank Mitte, Sparkasse Duderstadt, VGH-Versicherung, EEW, E.ON Mitte, Harzenergie und Stadt Duderstadt bekundeten ihre Absicht, den evt. ungedeckten Differenzbetrag zur erforderlichen Investitionssumme von ca. 170.000 Euro gemeinsam aufzufüllen.

In den Aufsichtsrat der Duderstädter Solargenossenschaft eG wurden neben dem Vorsitzenden Hermann Hesse aus Gerblingerode und seinem Stellvertreter Hans-Georg Schwedhelm aus Mingerode auch Hiltrud Rust aus Hilkerode, Uwe Koch aus Nesselröden und Alois Wüstefeld aus Duderstadt gewählt.

Der Aufsichtsrat hielt unverzüglich die konstituierende Sitzung in einem Nebenzimmer ab und berief Erich Heckerodt und Uwe Kistner, beide aus Nesselröden, in den Vorstand. Als Mitarbeiter der Volksbank Mitte und einer Solar-Firma aus Göttingen vereinen sie sowohl kaufmännischen als auch technischen Sachverstand.

Somit können die Photovoltaikanlagen zu 100 Prozent mit Eigenkapital der Genossenschaft errichtet werden. Bürgermeister Wolfgang Nolte fasste am Schluss der Veranstaltung dann auch begeistert zusammen: „Duderstadt ist auf den richtigen Weg und wird ihn zielstrebig weiterverfolgen, denn das langfristige Ziel ist die energieautarke Stadt“.

Geplant sind vorerst vier Einzelanlagen auf den Dächern der Eichsfeldhalle, der Feuerwehrgerätehäuser Duderstadt und Fuhrbach sowie der Grundschule in Gerblingerode. Die Solarmodule mit einer Leistung von zusammen 67 kWp erzeugen ca. 62.300 kWh Strom pro Jahr und erwirtschaften mit einer Stromvergütung von 33 Cent pro kWh rund 20.600 Euro jährlich.