8.faktor-Business-Lounge

© Alciro Theodoro da Silva
Text von: Claudia Klaft

Wie kann man Göttingen wieder zum Drehort für Film- und Fernsehproduktionen machen? faktor rief die Initiative “Filmstadt Göttingen“ ins Leben und lud dazu zur faktor-Business-Lounge am 5. November 2009 mit Schauspieler Marek Erhardt ins Sterntheater.

Nostalgisches Flair aus den Glanzzeiten „Hollywood an der Leine“ versprühte das Sterntheater, das bereits 60 Jahre alt ist.

Marco Böhme, der die Initiative ins Leben gerufen hat, empfing die rund 100 Gäste im Kinosaal, die stilecht mit Popcorntüten und Eiskonfekt ausgestattet waren und anschließend den Rednern des Abends lauschten.

Als erster sprach Oberbürgermeister Wolfgang Meyer, Schirmherr der Initiative „Filmstadt Göttingen“. Diese sei ein spannendes Vorhaben, und er sagte die Unterstützung der Stadt zu, dass es heißen kann „Göttingen – Klappe die erste“.

Anschließend gab Thomas Schäffer, Geschäftsführer von nordmedia (Mediengesellschaft Niedersachsen und Bremen) aufschlussreiche Informationen darüber, welche Voraussetzungen Filmproduktionen und -standorte mitbringen müssen, um das Interesse – nicht nur der Fördergesellschaften – zu wecken. Dabei bestätigte er Göttingen gutes Potential, wieder Filmstadt werden zu können.

Gute Chancen für Göttingen

Dieser Ansicht ist auch Marek Erhardt, Schauspieler, Synchron- und Stadionsprecher, bekannt u.a. aus der Serie „Freunde für’s Leben“ und als Kommisar Olli Kottke aus der ZDF-Serie „Da kommt Kalle“.

Der promintente Gastredner dankte zunächst der Stadt Göttingen für den Heinz-Erhardt-Platz. Es sei eine große und ganz besondere Ehre, denn Göttingen sei Lieblingsstadt seines Großvaters gewesen. Und er gab Einblicke in die Arbeitsweise und das weitgehend unbekannte Familienleben Heinz Erhardts.

Doch wie geht es heute bei Film und Fernsehen zu? Welche Vorarbeit muss geleistet werden, bis ein Film gezeigt wird? Und nicht zuletzt: Wie geht es am Set selbst zu? Informativ und unterhaltsam sprach Marek Erhardt über Dinge hinter den Kulissen und die Filmbranche.

„Ich sehe für Göttingen eine gute Chance, wieder als Drehort interessant zu sein“, ist er überzeugt, denn es wäre eine überlegenswerte Alternative zu den jetzigen großen Filmstudios in Berlin, Köln, Hamburg und Berlin.

Wichtig dafür sei, eine gute Idee zu entwickeln und mit der eigenen Begeisterung Filmschaffende zu überzeugen. Die Filminitiative von faktor sei ein guter Anfang und die Resonanz auf die faktor-Business-Lounge zeige, dass die Intention „Hollywood an der Leine“ wiederzubeleben, viele Anhänger findet.

Welche Ideen entwickelt werden können und wie man die richtigen Ansprechpartner findet – das war Gesprächsthema beim abschließenden Netzwerken im Foyer des Sterntheaters, bei dem Marek Erhardt und Thomas Schäffer den Gästen noch Rede und Antwort standen.

Es wurden auch unter den Gästen einige vielversprechende Kontakte geknüpft und Gedanken ausgetauscht.

Die Initiative ist gezündet und hat, wie der Abend zeigte, Begeisterung ausgelöst.

Interessierte sind eingeladen mitzuwirken und vielleicht selbst das ein oder andere dazu beizutragen, den Wunsch nach „Göttingen – Klappe die erste“ zu verwirklichen.